Windkraft: Gegner hoffen auf Pröll. Die politisch Verantwortlichen im Pulkautal kämpfen fast geeint gegen geplante Windräder und für sanften Tourismus.

Von Franz Enzmann. Erstellt am 06. Oktober 2016 (06:02)
NOEN, Enzmann
Zeigen Geschlossenheit im Pulkautal (v.l.): Herbert Goldinger, Georg Jungmayer, Christian Hartmann, Alfred Komarek, Eduard Kosch und Felix Wiklicky unterschrieben die Petition an LH Erwin Pröll.

Die Gegner des geplanten Windparks auf der Hügelkette des Buchberges geben wieder ein kräftiges Lebenszeichen von sich. Unter dem Titel „Rettet das Pulkautal“ sammeln sie Unterschriften, die Landeshauptmann Erwin Pröll überreicht werden sollen.

Im Petitionstext appellieren die Unterzeichner an den Landeschef, die Zerstörung der einzigartigen Pulkautaler Landschaft durch die Errichtung von 200 Meter hohen Windrädern abzuwenden. Als Absender scheint die Plattform „Rettet das Pulkautal, Martin Gartler, Untermarkersdorf“ auf.

„Wir laden die Bürgermeister von Laa bis Retz ein“

Der Alberndorfer Bürgermeister Christian Hartmann (ÖVP) sucht derzeit seine Pulkautaler Amtskollegen auf, damit sie die Petition unterzeichnen. Die Ortschefs von Seefeld-Kadolz, Mailberg und Pernersdorf haben dies kurz vor Redaktionsschluss bereits erledigt. Das Had reser Gemeindeoberhaupt Karl Weber will diesen Schritt nicht tätigen: „Ich bin kein Windkraftgegner, wobei die Standortfrage in Zukunft ein Thema sein könnte.“

VP-Bürgermeister Eduard Kosch aus Pernersdorf möchte mit seiner Unterschrift die Geschlossenheit des Pulkautals demonstrieren. „Die wunderschöne Landschaft unseres Tales darf nicht durch große Windräder verschandelt werden“, zeigt sich der Gemeindechef kämpferisch.

„Wir laden die Bürgermeister von Laa bis Retz ein, nicht nur die Petition zu unterschreiben, sondern auch bei der Übergabe an den Landeshauptmann dabei zu sein“, erklärt Hartmann.

Die Plattform verspürt nach der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) leichten Rückenwind. „Das alte Landschaftsgutachten wurde verworfen“, freut sich Sprecher Martin Gartler. „Es muss ein neues Gutachten für Raumordnung und Landschaftsbild erstellt werden.“

Ein Termin für die Unterschriftenübergabe steht noch nicht fest.