Brandlhof: Alles drehte sich um Brot. Die Brottage in Radlbrunn fanden begeisterten Besucher-Anklang.

Von Franz Enzmann. Erstellt am 07. Oktober 2020 (11:09)

Der Brandlhof der Volkskultur Niederösterreich widmete sich erstmals mit einem Schwerpunkt dem Handwerk des Brotbackens. Der Brotreigen startete bereits am vergangenen Donnerstag mit einer Vorführung des aufsehenerregenden Films „Brot“, der in Kooperation mit dem Filmclub Drosendorf gezeigt wurde. Regisseur Harald Friedl stand persönlich Rede und Antwort.

Im Rahmen des Kurses „Besondere Brote backen“ verkosteten die Teilnehmer gemeinsam mit Kursleiterin Maria Paul traditionelles Brot, erfuhren wie es hergestellt wird und bekamen Tipps und Tricks fürs Selberbacken. Bei „Glutenfreie Brote backen“ erklärte Elisabeth Ruckser von der ersten Waldviertler Bio-Backschule, was „glutenfrei“ bedeutet, und wie man trotz eigener Unverträglichkeit wohlschmeckende Brote oder Weckerl herstellen kann.

Höhepunkt der Brottage war schließlich der erste Bäckermarkt am Sonntag, bei dem ausgewählte Bäcker aus der Region ihre Spezialitäten vorstellten. Mit dabei: die Bäckereien Aubrunner (Krems), Gerstenbauer (Hollabrunn), Joseph Brot (Burgschleinitz), Schmidl (Dürnstein) und Weichslbaum (Rohrendorf).

Volkskultur-Geschäftsführerin Dorli Draxler freute sich über das positive Feedback und hob den Stellenwert von traditionellem Handwerk hervor. Johann Ehrenberger, Landesinnungsmeister der Bäcker, zeigte sich ebenso begeistert.

Zu den köstlichen Brotkreationen gab es Kürbiscremesuppe, Käsespezialitäten (Elisabeth Heuschober) sowie Geselchtes und Speck (Hermine Aigner). Für die musikalische Umrahmung sorgte die „Stifta Geigenmusi“. Unter den Gästen waren auch Heldenberg-Bürgermeister Peter Steinbach und Autorin Barbara Neuwirth.