Ärztezentrum Weinviertel wird "von Region gut angenommen"

Erstellt am 15. Juni 2022 | 04:31
Lesezeit: 3 Min
Ben Thal Ärztezentrum Retz
Freut sich, dass das Ärztezentrum nach einem Jahr ein Fixpunkt ist und hofft noch auf einen Kardiologen: Initiator Ben Thal.
Foto: Ben Thal
Initiator Ben Thal über das Ärztezentrum, das sich in Retz etabliert hat.
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Neu und modern – so ist das Gebäude in der Kremserstraße, so sind die Ordinationsräume, die Einrichtung, die Geräte und die Einstellung der Medizinier, die im Ärztezentrum Weinviertel praktizieren. Derzeit sind es sechs an der Zahl, Luft nach oben gibt es noch. Ganz neu im Team ist ein Physiotherapeut.

Die NÖN traf Ben Thal, Kopf und Initiator des Wahlarztzentrums in Retz. Er selbst ist Retzer und Wiener, Allgemeinmediziner und Oberarzt der Berufsrettung Wien. Eigentlich wollte er ein modernes Ultraschallgerät, das mehrere Kollegen nutzen können. Dazu kam der Fachärztemangel, der gerade im ländlichen Raum immer größer wird – und so war die Idee des Ärztezentrums Weinviertel geboren.

Seit mehr als einem Jahr – „Wir sind mitten in der Coronazeit eingezogen.“ – sind die Fachärzte im ersten Stock des Wohnquartiers zu finden. „Wir haben keine fixen Ordinationszeiten“, erzählt Thal, was das Ärztezentrum Weinviertel von anderen unterscheidet. Wann die Ärzte in Retz ordinieren, ist auf aerztezentrum-weinviertel.at zu sehen. Dort kann auch gleich online ein Termin reserviert werden. „Ich bin fasziniert, wie gut das funktioniert“, ist der Allgemeinmediziner selbst positiv überrascht. „Natürlich kann man aber auch anrufen, um Termine zu vereinbaren“, ergänzt er.

In einem großen Blog, den die Ärzte führen, werden viele Fragen beantwortet, außerdem gibt es einen Chat, in dem Fragen gestellt werden können. „Es geht vor allem um die Erreichbarkeit“, weiß Thal. So kann auf kurzem Weg abgeklärt werden, ob etwa ein fieberndes Kind einen Arzt braucht. Wer weiter auf der Homepage stöbert, entdeckt einen klaren Honorarkatalog der Wahlärzte – eine Seltenheit, wie Thal sagt.

Das Ärztezentrum bietet Patienten modernes Equipment

„Wir haben eines der modernsten Ultraschallgeräte“, ist Thal stolz. Da er selbst in der Akutmedizin tätig ist, ist die Praxis auch auf diesem Gebiet so gut ausgerüstet wie ein Rettungswagen. In der Praxis können sogar kleine Eingriffe von den Ärzten gemacht werden. Es gibt ein Blutgasgerät, ein kleines Labor und einen Fitnessraum. Dieser dient vor allem dem Physiotherapeuten und dem Orthopäden. „Viele Menschen holen sich eine Spritze nach der anderen“, weiß Thal. Doch viele Beschwerden könnten durch die richtige Bewegung und Training geheilt werden.

„Einen Facharzt für Kardiologie hätten wir noch gerne“, schwebt Thal eine weitere Fachrichtung für das Ärztezentrum vor. Dieses sei langsam gewachsen, „und wird von der Region sehr gut angenommen“, freut sich der Allgemeinmediziner über den erfolgreichen Weg.

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