Retz

Erstellt am 01. März 2017, 05:11

von Karin Widhalm

Beschluss: Konzept für Mehrzweckhalle. Geprüft wird, wie die Interessen von NMS, HLT und einer möglichen Landesausstellung vereint werden können.

Symbolbild  |  Shutterstock/Denis Kuvaev

Der Grundsatzbeschluss einer Mehrzweckhalle im Stadtgebiet ließ den Diskurs im Gemeinderat am vorigen Mittwoch wieder aufleben. Die Ausgangslage erklärte Roman Langer (ÖVP), Vorsitzender im Ausschuss für Finanzen, NMS, HLT und HAK.

Die NMS-Sanierung steht bevor. Die veralteten Turnsäle bleiben vorerst stehen, müssen aber früher oder später abgerissen werden. Die HLT beabsichtigt zudem, vom Seeweg zur NMS zu übersiedeln – benötigt werden also Turnsäle für die beiden Schulen. Zudem soll er als Veranstaltungsraum dienen, etwa für Landesausstellung 2021, wenn Retz-Znojmo der Zuschlag gewährt wird.

Langer plant bis 2018 die Erstellung eines Konzeptes, in der alle Ziele und Interessen – von Schulen bis Vereinen – bedacht werden sollen. Was im Detail wie und wo gebaut wird, solle erst nach einem Kostenvergleich entschieden werden. Das versicherte er Gemeinderat Felix Wiklicky (WfR). Man wolle gegenüber dem Bund, der für die HLT zuständig ist, ein Signal senden: Die Stadt ist bereit für ihre Unterstützung.

Wiklicky: „Wer wird der Projektträger sein?“

„Wir brauchen ein Konzept auch ohne Landesausstellung“, findet indes Wiklicky. „Ich glaube, es ist besser, wir warten ab, ob wir den Zuschlag kriegen oder nicht“, ist Langer anderer Meinung. „Wer wird Projektträger sein?“, befürchtet Wiklicky, dass Interessen der Bevölkerung und der Stadt auf der Strecke bleiben könnten. „Das wird sich herausstellen“, legt sich Langer auf keinen Projektträger fest.

Gemeinderat Karl Breitenfelder (WfR) glaubt nicht, dass eine Landesausstellungshalle auch als Turnsaal verwendet werden kann. „Ich könnte mir schon vorstellen, dass wir das in die Planungen einbeziehen können“, denkt Langer dabei zum Beispiel an den Boden. „Die Umbaukosten wären extrem“, fürchtet Breitenfelder. „Das sind zwei paar Schuhe für mich.“

Ihm widerspricht Laura Filipsky (Die Grünen) vehement. Die Gemeinderätin studierte Architektur und arbeitet als Planerin: „Mehrzweckhallen können in Form von Turnsälen verwendet werden“, wundert sie sich über Breitenfelders Zweifel. „Aus den letzten Jahren gibt es sehr gute Beispiele dafür.“

Walter Fallheier (WfR) führt als Negativbeispiele die Schilderungen von Lehrerkollegen, die dann zwischen Trennwänden unterrichten, an. „Das ist eine belastende Angelegenheit.“ Filipsky: „Es ist möglich und leistbar. Ich glaube, es wird eine Lösung geben. Man muss nur fähige Menschen dafür finden.“

Langer verdeutlichte noch einmal, dass der Beschluss lediglich eine Machbarkeitsstudie umfasse. „Wir beschließen, dass wir eine Lösung wollen.“ Die Mehrheit war dafür.

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