Bürgerliste vermisst Park-Konzept. Die Bürgerliste „Wir für Retz“ will die Parkordnung aufheben. Vizebürgermeister Stefan Lang arbeitet an einem Gesamtkonzept.

Von Sandra Frank. Erstellt am 08. September 2021 (05:45)

„Wo bleibt das Konzept für das Parken im Stadtbereich Retz?“, fragt sich Felix Wiklicky, Stadtrat der Bürgerliste „Wir für Retz“. In der Mai-Sitzung wurde der Beschluss über das gebührenpflichtige Parken im Retzer Stadtgebiet vom Gemeinderat aufgehoben, nachdem diese Lösung, wie damals berichtet, heftig umstritten und sogar rechtswidrig war.

Es sollte ein neues Konzept für das Parken im Zentrum der Weinstadt erarbeitet werden. „Nachdem es auf der Tagesordnung keine Neuigkeiten bezüglich der Lösungen für das Kurzparkzonenproblem gibt, werden wir einen Initiativantrag an den Bürgermeister zur Aufhebung der Verkehrsverordnung für das Stadtzentrum von Retz beginnen“, kündigt Wiklicky im NÖN-Gespräch an.

Da sich der Antrag nur an den Bürgermeister und nicht an den Gemeinderat richte, sei keine Frist einzuhalten, sagt er. Abgegeben wird, wenn die erforderlichen Unterschriften zusammen sind, oder: „Es hängt auch von der Resonanz ab. Wenn die Leute sagen, es passt so, dann nehmen wir das natürlich zur Kenntnis“, so der Stadtrat.

„Wir wollen kurzfristige Schnellschüsse ohne Einbindung der Betroffenen vermeiden.“
Felix Wiklicky, Stadtrat von „Wir für Retz“, über den Initiativantrag

Was ist das Ziel des Initiativantrags? Dass auch die derzeit bestehende Verordnung fürs Parken aufgehoben wird. Danach soll ein langfristiges Verkehrskonzept erarbeitet werden, in dem die Bedürfnisse der Bewohner, Besucher und Vertreter der Wirtschaft berücksichtigt werden sollen. Denn die Einführung einer Kurzparkzone im Stadtzentrum betreffe alle.

„Außerdem wollen wir kurzfristige Schnellschüsse ohne Einbindung der Betroffenen vermeiden“, spricht sich Wiklicky für einen längeren Prozess aus, der aber zu langfristiger Akzeptanz führe.

„Dann kann ja jeder machen, was er will“, schüttelt der Retzer Vizebürgermeister Stefan Lang den Kopf über das Ansinnen, die gültige Verordnung der Kurzparkzone aufzuheben. Er ist für den Verkehr zuständig und steht dem entsprechenden Ausschuss vor. „Es hat bereits Gespräche mit Verkehrsplanern und Sachverständigen gegeben“, sei das Projekt grundsätzlich auf Schiene.

Als nächsten Schritt gebe es noch im September einen Termin mit der NÖ Regional-Verkehrsplanung. „Dann werden wir im Verkehrsausschuss, in dem alle Parteien vertreten sind, ein gemeinsames Konzept erarbeiten“, klärt Lang über die weitere Vorgehensweise auf. So wurde es auch in der jüngsten Stadtratssitzung kommuniziert.

Umfrage beendet

  • Parken im Stadtzentrum, was haltet ihr für sinnvoll?