Gütesiegel für Museum Retz

Als 300. Museum wurde Retzer Institution im Bürgerspital das Museumsgütesiegel verliehen.

Sarah Marie Piskur Erstellt am 10. Oktober 2021 | 05:32
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Gütesiegel-Verleihung: Landtagsabgeordneter Georg Ecker, Johannes Kranner (Vize-Obmann des Fördervereins des Museums), Tourismusstadtrat Daniel Wöhrer, Ulrike Vitovec, Landtagspräsident Karl Wilfing, Hollabrunns Bezirkshauptmann Andreas Strobl, Landtagsabgeordneter Richard Hogl, Helene Schrolmberger, Wolfgang Hofbauer, Carl Aigner (ICOM Österreich) und Vizebürgermeister Stefan Lang (v.l.).
Foto: privat

Im Zuge der Langen Nacht der Museen wurde dem Museum Retz im ehemaligen Bürgerspital eine besondere Ehre zuteil. Mit einem Jahr Verspätung konnte nun das österreichische Museumsgütesiegel in Empfang genommen werden.

Seit 2002 zeichnen das ICOM Österreich („International Council of Museums“) und der Museumsbund jene Museen aus, die eine Reihe an Qualitätsanforderungen erfüllen. Eine Würdigung, die nun auch dem Museum Retz zuteil wurde.

„Ein Museum fällt nicht einfach vom Himmel.“
Helene Schrolmberger, Wissenschaftliche Beirätin

Kunsthistoriker Carl Aigner, der an diesem Abend die Verleihung übernahm und selbst Jury-Mitglied war, sagte im Zuge seiner Rede, dass „ein Museum erst ein Museum ist, wenn es eine Sammlung hat. Denn Ausstellungen können wir immer und überall machen“.

Eben diese Sammlung, die im Museum Retz besteht, ist einer der vielen Gründe, warum nun das Gütesiegel verliehen wurde. Die wissenschaftliche Beirätin Helene Schrolmberger verdeutlichte in ihren Dankesworten, wie wichtig der Erhalt und die Pflege dieser Sammlung geworden seien. „Wir haben drei Jahre hart daran gearbeitet, dass wir uns das Gütesiegel verdienen und es war bei Gott nicht einfach“, erzählt sie.

Erst 2019 kam im Museum im Zuge einer Forschungsarbeit der Kulturwissenschaftlerin und Archäologin Celine Wawruschka das wohl bedeutendste Objekt der Sammlung zum Vorschein: die Darstellung der Königin Europa aus dem frühen 16. Jahrhundert. Diese stand auch bei der Verleihung des Gütesiegels unfreiwillig im Mittelpunkt. Denn bevor der String-Art-Künstler Werner Raditschnig mit der musikalischen Einleitung auf seiner Laute beginnen konnte, musste noch schnell das Erklärvideo zur Europadarstellung ausgeschaltet werden, da es den musikalischen Einklang übertönte.

Danach stand dem idyllischen Rahmen und der Feierlichkeit zur wohlverdienten Verleihung an das Museum Retz nichts mehr im Wege.