HLT als große Chance

Erstellt am 15. Juni 2022 | 03:47
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8383506_hol24_serie_hlt1.jpg
Aktuell läuft noch die Übersiedlung in das nagelneue Schulgebäude – neben den letzten Maturaprüfungen – auf Hochtouren. Mitte Mai konnten sich die Schüler erstmals ein Bild von ihrem neuen pädagogischen Zuhause machen.
Foto: Tourismusschulen Retz
Gegründet als Gastgewerbeschule, haben sich die Tourismusschulen Retz seit dem Fall des Eisernen Vorhangs internationales Renommee erarbeitet.
Werbung
Anzeige

Im nächsten Schuljahr wird die Geschichte der Tourismusschulen Retz mit einem neuen Kapitel, dem neuen Schulgebäude am Rupert-Rockenbauer-Platz, ihre Fortsetzung finden. Das deckt sich mit der Einstellung von Barbara Sablik-Baumgartner, der Direktorin der HLT: „Geschichte kann gelehrt werden und Geschichte kann gelernt werden.“

Geschichte kann aber auch erlebt und gelebt werden. Und genau das passiert seit 1988. Als Gastgewerbeschule und Expositur der HLF Krems ging’s los. Damals starteten 26 Schüler mit sieben Lehrern den Schulbetrieb. Aus diesen Anfangsjahren datiert auch die enge Zusammenarbeit mit dem Althof.

1989 war klarerweise auch für die Schule ein besonderer Wendepunkt. Der Eiserne Vorhang fiel, womit sich die geografisch schwierige Lage der Stadt Retz allmählich auflöste. Damit rückte die Interkulturelle Hotelfachschule ins Herz Europas. Bereits 1990 besuchten auch tschechische Schüler gemeinsam mit österreichischen die Schule.

„Gerade dieses Miteinander der Jugendlichen aus beiden Nachbarländern ist heute noch immer ein positives Beispiel. Schließlich wollen wir Grenzen und Vorurteile niederringen, längst Überlebtes hinter uns lassen“, so die Direktorin.

Die Erfolgsgeschichte der Schule setzte sich fort. Schon bald genoss sie einen international guten Ruf und viele Tschechen sahen in der Ausbildung in Retz eine große Chance für ihre Zukunft. Einer der ersten Absolventen managt heute eine große Supermarktkette in Tschechien. Natürlich vervielfältigte die Gründung der Höheren Lehranstalt für Tourismus 1994 und des dreijährigen Aufbaulehrganges für Tourismus 2008 das Angebot.

Neues Gebäude und neue Konzepte

Aktueller Höhepunkt der Geschichte ist die Fertigstellung des neuen Schulhauses am Rupert-Rockenbauer-Platz 2. Ein Holzriegelbau, „top ausgestattet“, wie Sablik-Baumgartner stolz hinzufügt. Im Herbst findet die offizielle Eröffnung statt. Dann können sich alle von der Atmosphäre dieses nagelneuen Schulgebäudes überzeugen. Auch inhaltlich startet man ab kommendem Schuljahr mit vielen neuen Konzepten.

Neben einer fundierten Ausbildung im allgemeinen und sprachlichen Bereich werden die Schüler „fit“ für Wirtschaft und Praxis gemacht. „Kreativität, Flexibilität, hohe soziale Kompetenz, all das zeichnet Absolventen aus“, fasst es Sablik-Baumgartner zusammen. Das gilt für alle drei Schulformen, die fünfjährige Höhere Lehranstalt für Tourismus, die dreijährige Interkulturelle Hotelfachschule und den dreijährigen Aufbaulehrgang. Durch Letzteren können auch Absolventen aus anderen Fachschulen die Reife- und Diplomprüfung erlangen.

Werbung