Lärm: Einschränkungen an Sonntagen für Trial?

Anrainer beklagt Lärm am Wochenende im Obernalber Steinbruch. Bürgermeister Helmut Koch strebt Kompromiss an.

Sarah Marie Piskur Erstellt am 13. Oktober 2021 | 05:35
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Im Steinbruch lädt das Freizeitzentrum zu diversen sportlichen Aktivitäten. Obwohl es einem Verein gehört, kann das Areal auch von externen Besuchern genutzt werden.
Foto: Sarah Marie Piskur

Im Obernalber Steinbruch befindet sich seit mehr als 40 Jahren das Freizeitzentrum Retz. Ein Areal, das für unterschiedliche Sportarten genutzt werden kann. Sowohl von Mitgliedern als auch von externen Gästen. Zur beliebtesten Aktivität zählt das sogenannte Trial: eine Sportart, bei der Motorradfahrer ihre Maschinen geschickt durch unwegsames Gelände bewegen. Anrainer Christof Argeny wünscht sich, dass der Motorenlärm am Wochenende eingeschränkt wird.

Aufgrund der besonderen Lage zwischen Weinreben und Windmühle erfreut sich das Steinbruch-Areal großer Beliebtheit. Doch das Problem sei die unmittelbare Nähe zum Wohngebiet, argumentiert Argeny: „Wir sind von der Lärmentwicklung sehr betroffen. Gerade an den Wochenenden sind viele Fahrer unterwegs. Ich habe nichts gegen die Anlage, aber es ist schwer, hier eine Lösung zu finden“, erzählt er im Gespräch mit der NÖN.

Gefahr durch Motorradfahrer außerhalb der Anlage

Regelmäßig finden Bewerbe statt. Gegen diese sei laut Argeny nichts einzuwenden. Doch dass keine Gesprächsbereitschaft vorhanden ist, beschäftige ihn. „Manche Fahrer halten sich nicht an die Begrenzungen der Anlage und fahren im ganzen Gebiet. Das macht es auch gefährlich für Spaziergänger.“

Vergangenen Freitag traf sich der Anrainer mit Bürgermeister Helmut Koch. Eine mögliche Einschränkung des Betriebs an Sonntagen ab 14 Uhr wurde in den Raum gestellt. Dies würde jene Sonntage betreffen, an denen keine Veranstaltung angemeldet ist. „Ich bin Bürgermeister für alle. Wir müssen eine Lösung finden, die für beide Parteien passt“, erklärt Koch.

Der Obmann des Freizeitzentrums zeigt dafür wenig Verständnis, als ihn die Hollabrunner NÖN um eine Stellungnahme bittet. Von einer Beschränkung an Sonntagen will er nichts wissen.