Pläne für Alten Schüttkasten liegen nun vor. Wie der neue Veranstaltungsraum aussehen soll, wurde präsentiert. Jetzt prüft das Denkmalamt die Umsetzung.

Von Sandra Donnerbauer. Erstellt am 16. August 2019 (05:01)
Donnerbauer
Noch Ende des Jahres soll der Umbau des alten Schüttkastens beginnen. Davor wird das Bundesdenkmalamt untersuchen, welche Maßnahmen zum Denkmalschutz notwendig sind.

Die Planung für den Veranstaltungsraum im alten Schüttkasten schreitet voran. Bei der ersten Sitzung des Bauausschusses präsentierten die Retzer Architekten Christophe Ober-staller und Andreas Sammer den vom Gemeinderat bestellten Ausschussmitgliedern die Pläne.

Veranstaltungsraum für 180 Personen geplant

Saniert werden sollen – wie angekündigt – nur das Erdgeschoß und die Fassade des Schüttkastens. Die Architekten wiesen schon jetzt darauf hin, dass mit dem vorgesehenen Projektbudget von netto 605.500 Euro nicht die komplette Fassade saniert werden könne. Das Notwendigste will man jedoch auf jeden Fall umsetzen.

Der Veranstaltungsraum im Erdgeschoß soll für bis zu 180 Personen ausgelegt und ganzjährig bespielbar sein. Für die Nutzung im Winter wird daher eine Dämmung von Fußboden und Decke notwendig sein.

Insgesamt soll der Saal heller werden. Für zusätzliches Tageslicht werden mindestens zwei Oberlichten sorgen.

Die drei Türen an der Westseite bleiben bestehen, werden jedoch als Glastüren für zusätzliches Tageslicht sorgen. Der Eingang vom Garten aus (Ostseite) soll über eine großzügige Terrasse führen.

Im Inneren soll die Galerie bestehen bleiben. Die derzeitigen Mauern will man entfernen und so eine offene Galerie schaffen. Dies muss statisch erst geprüft werden.

Akustik des Raums als große Herausforderung

Die drei Eingangstüren in der Pfarrgasse bleiben erhalten. Zwei davon sind blind, eine soll als nicht-barrierefreier Lieferanteneingang dienen.

Ein barrierefreier Zugang zum Veranstaltungsraum wird über den Garten möglich sein. Dort will man ein bis zwei zusätzliche Eingangstüren schaffen.

Die Akustik des Raumes stellt für die Architekten eine große Herausforderung dar. Hier muss man auf jeden Fall Maßnahmen setzen; in welcher Form genau, blieb vorerst noch offen.

Auch eine Besprechung mit dem Bundesdenkmalamt (BDA) hat bereits stattgefunden. Dieses wird einen Bericht erstellen, welche Maßnahmen für den Denkmalschutz zu setzen sind.

Nach der Freigabe des BDA sollte man aus heutiger Sicht Ende des Jahres mit dem Umbau beginnen können.