Die Caritas servierte Kunst-Genuss

Auftakt der Kunst-Genuss-Tage in Unternalb mit Mr. Steak, Elisabethmedaille für Christa Hameseder und einem Benefizkonzert der Retzer Stadtkapelle.

Franz Enzmann Erstellt am 22. September 2021 | 06:26

Im malerischen Ambiente des Caritas-Bauernhofs in Unternalb stand drei Tage lang die Kunst im Mittelpunkt. „Als Bio-Bauernhof ist uns nachhaltiges Wirtschaften wichtig, aber nicht nur in einer ökologischen, sondern auch in sozialer und gesellschaftlicher Dimension“, betonte Regionalleiter Thomas Krottendorfer.

„Die Begegnungen von Menschen gehören dabei dazu und mit jeder Begegnung tragen wir dazu bei, das Leitbild unserer Arbeit mit Leben zu füllen – Inklusion zu leben“, erklärte der Weinviertler Caritas-Chef. Regionale Vernetzung sei im Alltag des Bauernhofes und der hier etablierten Frühstückspension „Obenauf“ wesentlich und werde wechselseitig gepflegt. Die Ausstellung der Kunstgruppe in Kooperation mit der Wachauer Künstlerin Christa Hameseder bot einen perfekten Rahmen, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

Die Kunst-Genuss-Tage wurden mit einem Kunst-Dinner im besonderen Rahmen eröffnet – Vorspeise und Dessert vom Obenauf-Team und der Hauptgang serviert von „Mr. Steak“ Andi Flatscher. Christa Hameseder, geschätzte Partnerin, die die Kunstgruppe Retz mit gemeinsamen Kunstwochen, Ausstellungen und zahlreichen Begegnungen unterstützt, wurde mit der Goldenen Elisabethmedaille, der höchsten Auszeichnung der Caritas, geehrt. Begleitet wurde der Abend mit Musik von Professor Paul Angerer und Ignaz Josef Pleyel.

Hochkarätige Runde über Kunst und Kirche

Direkt nach dem Hauptgang ging es zum Podiumsgespräch „Kunst, Glaube und Schöpfung“. Es diskutierten Isabella Heinrich (stellvertretende Leiterin des Referats für Kunst und Denkmalpflege, Gebietsreferentin der Vikariate Nord und Süd), Bernhard Antoni (Leiter Kunstmuseum Waldviertel/Schrems) und Pater Michael Hüttl, Verantwortlicher für den Bereich Kultur im Stift Altenberg, über Glaube, Schöpfung und Kirche. Moderiert wurde die Runde von Carl Aigner, Vorstandsmitglied der Leopold-Museum-Privatstiftung Wien. „Die Kirche kann nicht ohne die Kunst und die Kunst nicht ohne die Kirche“, umriss Aigner die Basis für diese Diskussion.

Höhepunkt des zweiten Tages war ein Benefiz-Sommerkonzert der Stadtkapelle Retz. Die musikalische Qualität begeisterte die Besucher. Thomas Krottendorfer dankte der Stadtkapelle mit einem Bild des Retzer Künstlers Thomas Gräser sowie – zum Bildmotiv der Weintrauben passend – mit einer Weinspende.

Gutes für Gaumen, Körper, Geist und Seele

Kulinarisch verwöhnte an diesem Tag der Sonnenheurige Schleinzer-Hollweger aus Unterretzbach. Über alle drei Tage wurden die Weine der Weingüter Ludwig Hofbauer und Franz Seidl sowie Hofbauers Kellerbier ausgeschenkt. Neue Partner des Bauernhofes, wie die Wachtelwerkstatt und die Klimaregion, präsentierten ihre Angebote und Produkte ebenso wie die Tagesstätten der Caritas im Weinviertel. Beim Frühstücksbuffet im „Obenauf“ wurden die Künstler der Kunstgruppe Retz in einem Filmbeitrag vorgestellt und es wurde live im Gästegarten gearbeitet.

So waren es drei Tage, von denen Krottendorfer überzeugt ist, „Ihrem Gaumen, Ihrem Körper, Ihrem Geist und Ihrer Seele etwas Gutes getan zu haben“.