Weinlesefest-Bilanz: Abgeriegelt wie im Mittelalter

Das strenge Sicherheitskonzept hat sich bezahlt gemacht. „Weinlesefest 2021 ohne Covid-Fall“, zogen die Veranstalter in Retz nun Bilanz.

NÖN Redaktion Aktualisiert am 14. Oktober 2021 | 08:56
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Nach dem Fest ist vor dem Fest: Das 67. Retzer Weinlesefest wird von 23. bis 25. September 2022 stattfinden.
Foto: Buchgraber

„Wir haben den Schritt gewagt. Das strenge und umfangreiche Sicherheitskonzept hat sich bezahlt gemacht“, atmete Tourismusstadtrat Daniel Wöhrer zu Beginn der Woche auf. Die endgültige Bilanz des 66. Retzer Weinlesefests, das vor zwei Wochen über die Bühne ging: Knapp 12.000 Besucher genossen ausgelassene Festivalstimmung und ein Stück Normalität, ohne dass es einen Covid-Fall gab.

„Die Innenstadt wurde abgeriegelt wie zu Zeiten des Mittelalters. Ohne 3G-Nachweis gab es kein Durchkommen auf den Hauptplatz“, resümiert Wöhrer, der gemeinsam mit Gemeinderat Stefan Fehringer und in Zusammenarbeit mit der Bezirkshauptmannschaft für das Sicherheitskonzept verantwortlich war.

Kritik, Unsicherheit und schlaflose Nächte

Die Kontaktdatenerhebung sei eine der größten Herausforderungen gewesen. Der Online-Verkauf mit personalisierten Tickets machte sich bezahlt: „Die Online-Erfahrungen, die ich mit dem eBike-Verleih sowie dem Retzer Erlebniskeller bereits sammeln konnte, ermöglichten es mir, in relativ kurzer Zeit das System auf die Beine zu stellen. Natürlich kostete mich das Fest auch einige schlaflose Nächte, waren doch auch Kritik und Unsicherheit im Spiel“, schildert Wöhrer.

Am reibungslosen Ablauf sehe man jedoch, was alles möglich ist, wenn die ganze Gemeinde an einem Strang zieht. „Starke Umsetzungspartner waren die Feuerwehren, bei denen ich mich nochmals bedanken möchte“, so Wöhrer. Auffällig sei das junge Durchschnittsalter der Besucher gewesen. Nach dem Ende der Covid-Beschränkungen rechnet das Tourismusmanagement jedoch auch im Bereich der Senioren wieder mit einer Rückkehr auf Vorkrisenniveau.

„Tausende glückliche Besucher und hunderte positive Rückmeldungen geben uns am Ende recht“, freut sich auch Stadtchef Helmut Koch.