Retz , Wien

Erstellt am 12. Januar 2019, 07:07

von Karin Widhalm

Uniprojekt: Architektur-Studenten tüfteln am Leerstand. 22 Architektur-Studenten tüfteln, wie zwei leer stehende Häuser am Hauptplatz genutzt werden können. Präsentation im März.

Da wird noch getüftelt, aber eine erste Präsentation der Entwürfe fand schon in Wien statt. Mit dabei waren Karl Breitenfelder, Selina Siller (l.), Renate Mihle und Heinz Aujesky. Die finalisierten Pläne der Studenten werden im März in Retz präsentiert.  |  Leader-Region Weinviertel-Manhartsberg

22 Studenten der Architektur an der Technischen Universität Wien nahmen zwei leer stehende Objekte am Hauptplatz in Retz unter die Lupe und sind gerade dabei, neue Möglichkeiten zur Nutzung und Gestaltung zu finden. Die erste Zwischenpräsentation war im Dezember in Wien. Die Projekte sollen noch im Jänner finalisiert und am 12. März auch in Retz vorgestellt werden.

„Die Studenten sind stark auf uns eingegangen, wie die Ideen umgesetzt werden können“, erklärt Karl Breitenfelder, Mitglied im Wirtschaftsverein „gut.gemacht“. Die ehemalige Tischlerei Zottl und das benachbarte Aujesky-Haus stehen dabei im Fokus.

„Da sind durchaus machbare Projekte darunter“

Man stellt sich etwa der Frage: „Wie kann darin ein anständiger Wohnraum geschaffen werden?“, erklärt Stadtamtsdirektor Andreas Sedlmayer, der den Auszubildenden bei der Suche nach grundsätzlichen Informationen zu den Gebäuden half. Überlegt wird auch, wie Raum für die Öffentlichkeit geschaffen werden kann. Das reicht von einem Heurigenlokal unter Gewölbe bis hin zum Radhotel, erzählt Breitenfelder.

„Da sind durchaus machbare Projekte darunter“, findet er. „Es war sehr spannend, wie breit gefächert die Ideen waren“, schildert Renate Mihle, Geschäftsführerin der Leader-Region Weinviertel-Manhartsberg. Sie seien durchaus realistisch, kreativ, aber auch abgehoben gewesen. Universität, Stadt und Wirtschaft arbeiten dafür eng zusammen. „Das ist wirklich ein Miteinander“, freut sich Breitenfelder darüber. Die Kooperation kam durch ein Leader-Projekt (der Diplomarbeitsbörse „Regionalentwicklung“) zustande.

Die Entwürfe könnten einen Impuls für die Revitalisierung der Häuser geben. Sie liegen im Zentrum, umfassen je 1.200 Quadratmeter, sind gut erhalten, aber erneuerungsbedürftig. „Natürlich muss man die Ideen runterholen und sich fragen, wie findet man einen Betreiber oder Investor“, ergänzt Mihle. „Gewollt wär’s aber schon.“