Landesvisite: „Herren waren angetan!“. Landesausstellung 2021 Retz-Znojmo will das Großevent ausrichten und zeigt der Kulturabteilung des Landes mögliche Ausstellungsplätze.

Erstellt am 01. September 2016 (05:10)
NOEN, Retz2021
Auf Besichtigungstour (v.l.): Martin Maurer, Hannes Weitschacher, Kurt Farasin, Felix Wiklicky, Manfred Nigl, Alfred Kliegl, Christine Raab, Vlastimil Gabrhel, Erhard Neubauer, Helmut Koch, Zuzana Pastrňáková, Alfred Schuster, Günther Hofer, Roman Langer, Manfred Marihart, Jaroslav Chaloupecký und Guido Wirth.

Hermann Dikowitsch, Leiter der Kulturabteilung im Amt der Landesregierung, besuchte mit einer Delegation in der Vorwoche Retz und Znojmo, mögliche Veranstaltungsorte für die Landesausstellung 2021.

Ausstellungsfläche soll 1.000 Quadratmeter umfassen

Die Landesvertreter gingen mit dem Vorstand des Vereins Retz2021 Varianten der Raumnutzung durch. Retz denkt an das frühere Vereinshauskino mitsamt Zubau, Znaim zieht das Brauerei-Gelände in Betracht. Dikowitsch legte die Erwartungen seiner Abteilung dar.

Die Renovierung eines kulturell wertvollen Gebäudes ist nicht die alleinige Voraussetzung. Die Ausstellungsfläche soll 1.000 Quadratmeter umfassen, gut erreichbar und mit der nötigen Infrastruktur versehen sein. Er lege insbesondere Wert auf eine breite Beteiligung der Bevölkerung und Gemeinden.

Der Effekt soll ein großer sein: „Das Land erwartet sich positive Auswirkungen durch regionale Begleitprojekte, schließlich geht es bei einer Landesausstellung nicht um einen kurzfristigen Einmaleffekt, sondern um eine entsprechende Positionierung und Nachhaltigkeit für eine längere Zeit“, führte der Hofrat aus.

Ziel: „Schätze heben & Infrastruktur ausbauen“

Botschafter Ferdinand Trautmannstorff betonte die europäische Dimension: Die Landesausstellung könne sich positiv auf die Nachbarschaftsbeziehung zwischen Österreich und Tschechien auswirken. Er ist sich sicher, dass „die jahrelang gute Beziehung“ zwischen Kreishauptmann Hasek und Landeshauptmann Pröll „eine Vertiefung erfahren“ werde.

Der Fokus liegt für ihn darauf, „Schätze beiderseits der Grenze zu heben und die Infrastruktur auszubauen. Man solle – in Dikowitsch’ Sinne – über die Ausstellungsorte hinaus weiträumig die Region beleben.

Das alte Vereinshauskino, das zuvor ein Schüttkasten war, wird von einem Bau-Ensemble aus Volksschule, Pfarrhof, Kirche und großem Garten umsäumt. Das und „die über Jahrzehnte gelebte Zusammenarbeit der Retzer Land-Gemeinden und die Partnerschaft mit Znaim haben es den Herren aus St. Pölten angetan“, resümieren Bürgermeister Helmut Koch (Retz) und Bezirkshauptmann Stefan Grusch.

Der anschließende Znaim-Besuch erfolgte mit dem Zug: Bürgermeister Vlastimil Gabrhel hieß die Gruppe am Gelände der Brauerei und Burg willkommen. Er erläuterte die Pläne zum Umbau der Brauerei in ein Besucherzentrum mit Biermuseum sowie Schaubrauerei und warb für die gemeinsame Ausrichtung der Landesausstellung mit Retz.

Beim Empfang im Rathaus kam es in herzlicher Atmosphäre noch zu einem umfangreichen Erfahrungsaustausch.