Harald Graf hofft auf Radtouristen. Im Zellerndorfer Retzerlandhof wie auch in der "Mährischen Botschaft" in Retz wollen die Wirtsleute bald wieder aufsperren. In der vergangenen Saison waren viele Radtouristen im Retzer Land unterwegs. Diese sollen auch heuer beherbergt und bewirtet werden.

Von Franz Enzmann. Erstellt am 24. Februar 2021 (11:50)
Das Gastro-Ehepaar Daniel und Harald Graf mit ihren Mädchen Sarah (3) und Hannah (5) im Frühstücksraum.
Franz Enzmann

Die Wirtleute Daniela und Harald Graf vom Zellerndorfer Retzerlandhof sind zuversichtlich, dass die Radtouristen 2021 wieder ihre Gästezimmer in Anspruch nehmen werden. „Zurzeit nächtigen nur gelegentlich Mitarbeiter verschiedener Firmen bei uns“, berichtet Daniela Graf, die für den Hotelbereich im Traditionsgasthaus zuständig ist.

Der Retzer Vizebürgermeister Stefan Lang (l.) ist Stammgast in der "Mährischen Botschaft". Er lobt Koch Jakob Novak für seine Kochkünste.
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„Seit November macht unsere komplette Mannschaft vom Koch über Putzfrau bis zu uns Wirtsleuten wöchentlich einen PCR-Test. Bis jetzt waren alle Ergebnisse negativ“, berichtet die junge Wirtin.

„Es wäre schön, wenn wir nach Ostern aufsperren könnten, dann gebe es auch wieder Buchungen von den Touristen. Die Fastenzeit war immer schon sehr ruhig", sagt der Familienvater, der der ruhigen Zeit aber auch etwas Positives abgewinnen kann: "Dafür haben wir jetzt Zeit, uns auf unser drittes Kind vorzubereiten.“

Wirte wollen zurück zur Normalität

Auch im Retzerlandhof funktioniert an Sonntagen die Essensabholung klaglos. „Wir haben schon viele Stammgästen“, freuen sich die Grafs. 

Ein Angebot, das die Bürger der Stadtgemeinde Retz gern annehmen, ist die Küche der "Mährischen Botschaft". Die Stadtgemeinde hat das Restaurant, das mit einer Haube ausgezeichnet ist, Jahren an die tschechische Gastronomin Jitka Pucherova verpachtet.

 Einer ihrer Stammgäste ist Vizebürgermeister Stefan Lang, er kennt die Situation im Lockdown: „Die Möglichkeit, täglich frische Speisen zu bekommen, wird von den Retzer Bürgern sehr gut angenommen." Kurz vor ihrem Urlaub habe er sich mit Pucherova unterhalten. "Sie und ihr Team freuen sich schon, wenn wieder Normalität einkehrt." Die Mitarbeiter der "Mährischen Botschaft" zuversichtlich in die Zukunft.