Winzer übten neuartigen Rebschnitt. Bereits im Vorjahr absolvierten die Winzer der Weingüter Retzer Land einen Theorie-Tag mit Erhard Kührer von der Weinbauschule Krems. Jetzt, im Winter, wurde das Gelernte mit dem Experten für wundarmen Rebschnitt in die Praxis umgesetzt.

Erstellt am 02. Februar 2017 (11:46)
Weingüter Retzerland/Karasek
Lukas Heinzl, Andrea u. Gerald Diem, Markus Pröglhöf, Bernhard Gruber, Herbert Studeny, Christoph Bauer, Johann und Roswitha Pröglhöf, Johannes Autrieth, Manfred Hebenstreit, Erhard Kührer, Hans Bauer, Elfriede Heinzl, Ivan Mokrohajsky, v.l.

Die Weingüter Retzer Land sind ein Qualitätsverbund von Top-Weingütern aus dem westlichen Weinviertel. Um den Qualitätsanspruch zu garantieren, sei stete Fortbildung ein zentrales Thema, betont Obmann Leo Uibel, Winzer aus Ziersdorf.

Ziel des sogenannten „wundarmen Rebschnitts“ ist es, dass der Rebstock über intakte Leitungsbahnen verfügt. „Diese sorgen für ein gleichmäßiges Wachstum der Rebe, garantieren einen guten Ertrag und eine gleichmäßige Reife der Trauben“, erklärt Uibel.

Die Weinstöcke sind dann resistenter gegen extreme Kälte, Trockenheit, Hitze oder gegenüber Schädlingen und leben länger. Auch die Anfälligkeit gegenüber der holzzerstörenden Pilz-Krankheit „Esca“, die enorme wirtschaftliche Schäden im Weingarten mit sich bringen kann, wird geringer.

Uibel bezeichnete sich selbst als begeisterten Schüler von Erhard Kührer. Gemeinsam mit dem Fachmann erarbeiten die Winzer den Rückschnitt sowohl von Junganlagen als auch von bereits älteren Weingärten.