Endlich: Bagger fahren auf!. Der lang ersehnte Ausbau der Weinviertler Schnellstraße ist angelaufen. BI-Sprecher Wilfried Hammer will die Baustelle im Auge behalten.

Von Sandra Frank. Erstellt am 08. Juni 2017 (05:12)
NOEN, NLK/Reinberger
Überzeugten sich, ob die Bagger auch wirklich mit den Bauarbeiten für den neuen Streckenabschnitt Hollabrunn-Guntersdorf gestartet haben: Landesrat Ludwig Schleritzko und Landtagsabgeordneter Richard Hogl.

Es war ein Projekt, das Jahrzehnte dauern sollte: Der Ausbau der Weinviertler Schnellstraße S 3. Es wurde geplant, neu geplant, Pläne wurden verworfen, weil das Geld fehlte. Doch nun sind auch die letzten Skeptiker überzeugt: Die Bagger fuhren am Dienstag, dem 6. Juni, auf und läuteten den Baubeginn des Streckenabschnitts Hollabrunn – Guntersdorf ein.

Hammer wollte selbst zu Pfingsten noch nicht dran glauben

Einer der bis zuletzt skeptisch geblieben ist, ist der Sprecher der Bürgerinitiativen (BI), die sich entlang der verkehrsgeplagten B 303 gebildet hatten, Wilfried Hammer. „Ich glaub’s erst, wenn die Bagger auffahren“, war ein bekannter Ausspruch des Guntersdorfers. Selbst am Pfingstwochenende wollte er beim Feuerwehrfest noch nicht daran glauben, dass es wirklich losgeht.

Jetzt sind die Bagger aufgefahren, die Asfinag beginnt mit der Errichtung zweier Brücken, um die Nordwestbahn zu überqueren. „Ich hab’s heute noch nicht geschafft, vorbeizufahren. Aber ich werde das kontrollieren, ob auch wirklich gearbeitet wird“, scherzt der BI-Sprecher.

Der erste Schritt des 132 Millionen Euro schweren Projekts: Bei Wullersdorf entstehen zwei Brücken über die Nordwestbahn. Da die Arbeiten inmitten von Feldern stattfinden, muss eine Zufahrt gebaut werden, um von der Landesstraße L 35 zum Baufeld gelangen zu können. Die weiteren Arbeiten an den Brücken haben auf den Verkehr keine Auswirkung. Die Sperre der Nordwestbahn – von Mitte Juli bis August – wird genutzt, um rasch und ohne Behinderung des Bahnverkehrs die Brückenpfeiler im Bereich der Gleise zu errichten.

„Der Ausbau der S 3 bringt nicht nur eine deutliche Entlastung für die Bewohner der umliegenden Gemeinden, sondern soll vor allem auch die Sicherheit auf dieser unfallträchtigen Strecke erhöhen!“, betont Landesrat Ludwig Schleritzko, der für den Straßenbau zuständig ist und die Baustelle am Wochenende besichtigte.