Aufregung in Hollabrunn: Seniorin musste im Bus stehen. Am Morgen wurde es in Hollabrunn eng mit den ÖBB-Kapazitäten. Eine ältere Dame machte ihrem Ärger Luft.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 23. August 2017 (04:15)
Enzmann
Die Zeit des Schienenersatzverkehrs ist nun wieder vorbei. Ganz ohne Ärger verstrich sie nicht.

Mitte August waren die Arbeiten an der Nordwestbahnstrecke abgeschlossen und damit endete nach knapp einem Monat auch die Zeit des Schienenersatzverkehrs. Ihren Unmut über ein Erlebnis am Weg zur Arbeit tat eine Hollabrunnerin kund. Sie habe am frühen Morgen mit anderen älteren Herrschaften von Hollabrunn bis Stockerau stehen müssen.

„Die sollen mal so alt werden wie wir“

Die Frau wartete in Hollabrunn auf jenen Bus, der aus Retz kommend den 5.38-Uhr-Zug ersetzte. „Es waren nur zwei Plätze frei, es haben aber sicher zehn Personen gewartet. Junge Burschen sind hineingestürmt“, schildert die Pendlerin.

Sieben oder acht Personen, die meisten „60+“, hätten daraufhin im Bus stehen müssen. Am Bahnhof wäre auch noch ein Ersatzbus gestanden, doch der sei nicht eingesetzt worden. Später habe sie ein jüngerer Herr niedersetzen lassen.

„Ich war sehr angefressen, dass wir Alten da stehen mussten. Für die Jungen ist das vielleicht eine Hetz, aber die sollen mal so alt werden wie wir“, ärgert sich die Hollabrunnerin.

ÖBB-Sprecher Karl Leitner gab gegenüber der NÖN bekannt, dass drei Senioren während der Fahrt stehen mussten. Es sei allerdings nicht möglich gewesen, den zweiten Bus einzusetzen. Dieser werde für Notfälle wie den Komplettausfall eines Busses bereitgehalten. 

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