Haugsdorf bietet Wohnraum für Familien. Günstige neue Wohnungen und Reihenhäuser sollen junge Familien ins Pulkautal locken. Insgesamt wurden 2,3 Millionen Euro in die neue Anlage investiert.

Von Romana Schuler. Erstellt am 23. Januar 2020 (06:23)
Ehrengäste (v.r.): Rudolf Schwingenschlögl, Manfred Damberger, Andreas Sedlmayer, Johann Zechling, Richard Hogl, Martina Böck mit Bewohnern und Pfarrvikar Christoph Pfann.
Romana Schuler

Die Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft Waldviertel (WAV) lud zum Kennenlernen der neuen Wohn- und Reihenhausanlage auf der Pfaffenwiese in Haugsdorf mit kirchlicher Segnung durch Pfarrvikar Pfann ein.

„Durch die hervorragende Infrastruktur und mit der Schaffung günstiger Wohnräume wird Haugsdorf immer attraktiver für den Zuzug von jungen Familien“, zeigte sich Bürgermeister Andreas Sedlmayer über das fertiggestellte Wohnobjekt in seiner Gemeinde erfreut.

Haugsdorf und das Pulkautal hätten kulturell viel zu bieten. Wenn leistbarer Wohnraum errichtet wird, würden Menschen angezogen, sich in der schönen Gegend anzusiedeln. Daher sei es wichtig, Landesförderungen zu haben, betonte Landtagsabgeordneter Richard Hogl. „Derartige Wohnbauprojekte können die Gemeinden weder finanziell noch bautechnisch alleine stemmen; es braucht einen professionellen Bauträger, wie es die WAV ist.“

Auf der Pfaffenwiese gibt es bereits eine Wohnanlage, die im November 2015 fertiggestellt wurde. Die verbaute Fläche der beiden Wohnanlagen beträgt nun insgesamt 2.690 m².

Typische Pulkautaler Bauweise beachtet

WAV-Vorstandsdirektor Manfred Damberger bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde und die großzügige Landesförderung. „Nur so konnte diese Wohnanlage qualitätsvoll und nachhaltig realisiert werden“, hob er hervor.

Bei der Errichtung wurde auf die typische Bauweise im Pulkautal Rücksicht genommen. Damit konnten architektonische Akzente gesetzt werden, doch bei der Nachhaltigkeit der Dämmung gibt es noch viel Luft nach oben, wie Architekt Rudolf Schwingenschlögl auf Nachfrage der NÖN bestätigte.

Mit steigendem Umweltbewusstsein sollte auch bei der Bereitstellung von kostengünstigem Wohnraum verstärkt auf ökologische Dämmstoffe wie Lehm, Hanf, Stroh oder Wolle zurückgegriffen werden, die gerade im Weinviertel jahrhundertelang den regionstypischen Wohnbau geprägt haben. Damit derartige Anlagen nicht in 60 Jahren als Sondermüll gelten. Das sei jedoch aufgrund der höheren Kosten derzeit nicht machbar, erklärte der Architekt. Ebenso wäre es günstiger, wenn die Bauordnung erlauben würde, höher zu bauen.