Hollabrunns Sonderschule hat einen neuen Leiter. PTS-Direktor Kraus steht nun auch Sonderschule vor, die nicht mehr ZIS heißt.

Von Sandra Frank. Erstellt am 06. September 2017 (03:55)
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Schlüsselübergabe. Brigitte Geyer nutzt die Möglichkeit einer Auszeit, Erwin Kraus hat in Hollabrunn nun eine Doppelfunktion als Direktor inne.

Das neue Schuljahr hat begonnen, für das Zentrum für Inklusiv- und Sonderpädagogik (ZIS) bringt es einige Neuerungen: Zum einen ist die Bildungseinrichtung am Koliskoplatz wieder eine Allgemeine Sonderschule (ASO). Zum anderen hat sie einen neuen Leiter. Erwin Kraus, Direktor der Polytechnischen Schule in Hollabrunn, wurde nun auch mit der Leitung der ASO für 2017/18 betraut, da sich die bisherige Direktorin Brigitte Geyer vor ihrem Ruhestand zu einem Sabbatical entschlossen hat.

„Wir haben schon früher zusammengearbeitet“

„Warum sich der Name der Schule geändert hat, ist leicht erklärt“, sagt der neue Direktor im NÖN-Gespräch. Ein ZIS sei an eine Person gebunden. Brigitte Geyer war Ansprechperson für alle Schulen mit Integrationskindern im gesamten Schulbezirk.

Die Agenden des ZIS übernimmt nun die Leiterin des Stockerauer Zentrums für Inklusiv- und Sonderpädagogik, Ursula Gross. Sie betreut nun Hollabrunn auf diesem Gebiet mit. „Die Anmeldung für die Sonderschule erfolgt aber hier bei uns“, erklärt Kraus. So gibt es an der Schule auch drei Kolleginnen, die sonderpädagogische Gutachten erstellen.

„Natürlich gehe ich mit etwas Wehmut, ich war 15 Jahre Leiterin der Schule. Aber es war ja meine Entscheidung, und die Schule ist jetzt sicher auch in guten Händen“, sagte Geyer, als sie ihrem Nachfolger alle wichtigen Schlüssel übergab.

Der Direktorposten wird erst neu ausgeschrieben, wenn Geyer im nächsten Jahr offiziell ihren Ruhestand antritt. „Ich wäre gern jeden Tag an beiden Schulen“, hat sich der PTS-Direktor vorgenommen, der übrigens seit 20 Jahren die Leitung im Poly innehat, seine Zeit gerecht aufzuteilen. Berührungsängste mit der Sonderschule hat Kraus keine: „Wir haben schon früher viel zusammengearbeitet.“