Bergers zweites Buch widmet sich dem Kind in uns. Kinesiologin Susanne Berger widmet der „Uressenz“, dem Kind in uns, ihr zweites Buch.

Von Sandra Frank. Erstellt am 01. Dezember 2019 (06:05)
Susanne Berger hat jetzt wieder Zeit zu entspannen: Ihr neues Buch „ICH auf der Reise zu dem Kind in mir“ ist erschienen.
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Wer ihr auf Facebook folgt, der konnte den Werdegang von Susanne Bergers zweitem Buch mitverfolgen: Vom Layout des Covers über die ersten Korrekturen bis zum vollendeten Ratgeber, welcher den Titel trägt: „ICH auf der Reise zu dem Kind in mir“. Die NÖN fragte die Autorin, warum sie Geschichten über das innere Kind erzählen will und wieso man es nicht ignorieren sollte.

NÖN: Wieso ist es Ihnen wichtig, dem inneren Kind ein ganzes Buch zu widmen?

Susanne Berger: Weil das innere Kind unsere Uressenz ist. Das habe ich bei meiner Arbeit im therapeutischen Bereich – es sind jetzt fast 20 Jahre – festgestellt. Das innere Kind ist zu 80 Prozent, wenn nicht sogar mehr, die Ursache eines Symptoms oder eines Themas, das uns begleitet.

Können Sie ein Beispiel nennen?

Als Erwachsener kann man im Außen noch so viele Ausbildungen abgeschlossen haben, wenn die Grundüberzeugung des inneres Kindes ist, dass ich zu nichts zu gebrauchen bin, wird beim Erwachsenen trotzdem eine Unsicherheit da sein.

Warum müssen die Menschen überhaupt erst wieder lernen, ihr inneres Kind und seine Bedürfnisse wahrzunehmen?

Wir lernen früh, zu funktionieren. Die wenigsten konnten wirklich Kind sein. Sie mussten früh Strategien entwickeln, um Liebe und Anerkennung zu bekommen. In meinem Buch zeigt sich dies bei den sogenannten Papa-Kindern.

Was war die größte Herausforderung, als Sie an dem Werk über das innere Kind gearbeitet haben?

Das Cover. Optisch sollte ein Zusammenhang zu meinem ersten Buch erkennbar sein. Trotzdem soll es kein Ableger sein, sondern eine eigene Dynamik haben. Man muss darum das erste nicht gelesen haben, um das zweite zu verstehen.

Hat Sie Ihr erstes Buch verändert?

Ja. Ich habe zu Beginn wirklich nicht geglaubt, dass ich von so vielen Menschen Feedback bekomme. Das hat mich überwältigt und auch bestärkt, weiterzumachen, weil die Geschichten, die ich in den Büchern erzähle, hilfreich für die Allgemeinheit sind. Sie zeigen, dass man nicht mit einem Thema oder Symptom leben muss, sondern, dass man daran arbeiten kann.

Als wir über Ihr erstes Buch gesprochen haben, haben Sie angekündigt, gemeinsam mit Ihrem Mann, der ebenfalls Kinesiologe ist, eines über Paar- und Beziehungsthemen herauszubringen. Ist dieses schon im Werden?

Es wird vorher ein weiteres Buch zum inneren Kind folgen, weil es essenziell ist. Es zeigt sich ständig: Wenn ich mit mir nicht im Reinen bin, dann spiegelt sich das in der äußeren Partnerschaft. Fehlte es einer Frau in der Kindheit zum Beispiel an Geborgenheit vom Vater, so wird der Partner schnell zum Papa-Ersatz. Das passiert oft unbewusst. Es ist berührend und heilsam, wenn die Partner erkennen, dass sie sich bisher oft nicht als Erwachsene begegnet sind, sondern aus dem inneren Kind heraus. Der Ursprung liegt immer beim kleinen ICH.