Nächster Anlauf: Grabern hat neue Wirtin

Anfang November will die neue „Grabern Wirtin“ Simona Epuran ihre Gäste in Schöngrabern bereits bewirten.

Erstellt am 24. Oktober 2021 | 05:34
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Der Hauptplatz in Schöngrabern wird wieder belebt: Simona Epuran übernimmt das Gasthaus und wird neue Grabern- Wirtin. Anfang November will sie aufsperren.
Foto: NÖN

Simona Epuran heißt die neue „Grabern Wirtin“. Die Verträge sind unterschrieben, im Lokal wird gewerkt. „Ich will in zwei Wochen startbereit sein“, sagt die neue Pächterin im NÖN-Gespräch. „Wenn sie früher fertig ist, kann sie auch früher aufsperren“, berichtet indes Bürgermeister Herbert Leeb (ÖVP).

Er sprach in der Septembersitzung des Gemeinderats bereits über eine neue Pächterin, wollte aber den Vertragsabschluss abwarten. Leeb ist froh, dass mit Epuran nun wieder bodenständige Küche nach Schöngrabern kommen soll, „ein richtiges Gasthaus mit Menü-Küche“, sagt er.

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Das habe sich die Bevölkerung verdient: „Ein Lokal, wo sie hingehen können, um sich zu treffen, oder zu feiern.“ Das sei auch der Grund gewesen, warum die Gemeinde das Gebäude erworben hat, als die Hofstetters, die das Gasthaus früher führten, in den Ruhestand gingen.

Ich komm‘ vom Land und mag die Menschen hier lieber.“
Simona Epuran zukünftige „Grabern Wirtin“

„Es geht uns hier nicht ums große Geld“, sagt Leeb, sondern darum, einen Ort zu haben, wo die Leute zusammenkommen und kommunizieren können. „Das ist wichtig.“

Die Küche wurde neu ausgemalt, Serviceleistungen, wie die Überprüfung der Heizung und Lüftung, werde die Gemeinde demnächst vornehmen. „Es ist noch viel zu putzen“, sagt die künftige Wirtin von anstehenden Arbeiten. Derzeit lebt Epuran noch in Wien. Das tut sie bereits seit 31 Jahren. „So lange bin ich schon in der Gastronomie.“

Auch in der Steiermark führte sie eine Kantine. Aufs Pendeln angesprochen, sagt die 53-Jährige: „Ich habe vor, hierher zu ziehen.“ Denn obwohl sie so lange in der Bundeshauptstadt lebte, erklärt sie mit einem Schmunzeln: „Ich komm‘ vom Land und mag die Menschen hier einfach lieber.“

Schöngrabern klingt schon schön

Warum sie nach Schöngrabern gekommen ist? „Schöngrabern klingt schon schön“, scherzt sie. Ausschlaggebend sei etwa die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde. „Der Bürgermeister ist ein cooler Typ. Die Gemeinde ist sehr entgegenkommend und unterstützt mich.“

In beiden Gesprächen, mit Leeb und Epuran, fiel der Satz: „Aller guten Dinge sind drei.“ Die neue Grabern Wirtin meint damit, dass sie nun zum dritten Mal in die Selbstständigkeit geht – und hofft, hier auch zu bleiben. Der Gemeindechef sprach diesen Satz ebenfalls aus, denkt dabei aber daran, dass Epuran nun die dritte Pächterin ist, die ihr Glück in Schöngrabern versucht. Auch er hofft, dass sie bleibt.