Parkplatz-Situation in Kellergasse ist „fürchterlich“. Bei Heurigenbetrieb ist Kellergasse zugeparkt. Das wollte die Bürgerliste ändern.

Von Sandra Frank. Erstellt am 02. Juli 2020 (03:51)
Derzeit ist das Parken vor einigen Presshäusern in der SchöngrabernerKellergasse nicht möglich. Das ist nur eine temporäre Absperrung, da die nach der Verlegung von Kabeln begrünt werden.
Sandra Frank

Die derzeit provisorischen Parkplätze in der Schöngraberner Kellergasse sollen fixiert und beschildert werden, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Dieser Antrag kam von der Liste „Team – Gemeinsam für Grabern“ und würde außerdem vom Buschenschank in der Kellergasse begrüßt werden, hieß es.

Bürgermeister Herbert Leeb (ÖVP) zeigte sich indes überzeugt: Wenn eine Fläche frei ist, die näher am Ziel ist, werde man dort parken, auch wenn sich 100 Meter weiter ein befestigter und ausgeschilderter Parkplatz befindet. Aus seiner Sicht könnte nur ein Halte- und Parkverbot die Lage entschärfen. Dieses gelte dann aber auch für die Kellerbesitzer. Dass Anrainer davon ausgenommen werden, wie Georg Leeb (Team) vorschlug, sei rechtlich nicht machbar.

Außerdem sei es nicht Aufgabe der Gemeinde, für einen privaten Buschenschank, der sich in Schöngrabern am Ende der Kellergasse befindet, Parkmöglichkeiten zu errichten. Schon gar nicht, weil der Gemeinderat den Buschenschankbetreibern bereits im Jahr 2010 genehmigt hatte, vis-à-vis Parkplätze zu schaffen. „Das haben sie bis heute nicht getan“, informierte Herbert Leeb. Aus dem Jahr 2018 gebe es ebenfalls einen bewilligten Antrag, Parkplätze zu schaffen.

Heurigenbetreiber soll Parkplätze schaffen

„Wir haben eine wunderschöne Kellergasse. Aber sie schaut fürchterlich aus, wenn Heurigenbetrieb ist“, versuchte Georg Leeb, den Ball zur Gemeinde zu spielen. Vizebürgermeisterin Petra Grüneis (ÖVP) kennt die Situation, stimmte aber ihrem Bürgermeister zu: „Der Heurigenbetreiber hat sein Konzept präsentiert, weil er es als seine Pflicht sieht, Parkplätze für seine Kunden zu schaffen.“

Der Gemeindechef empfahl, dem Team-Antrag nicht zuzustimmen, da es bereits Bewilligungen aus den Jahren 2010 und 2018 gibt, die bisher nicht umgesetzt worden sind. Dieser Antrag wurde mehrheitlich angenommen.