Ziegelbrennerei ist jetzt ein Museum. Das Schöngraberner Ehepaar Hack sammelt „alte Sachen, nicht Antiquitäten“.

Von Elisabeth Schöffl-Pöll. Erstellt am 31. Juli 2020 (03:48)

In einer der ehemals drei Ziegelbrennereien am Ortsende von Schöngrabern verbirgt sich eine interessante Geschichte: Das Ehepaar Johann, aus Schalladorf stammend, und Franziska Hack hat die Räume der ausladenden Gebäude des ehemaligen Ziegelofens, von dem nur noch Reste vorhanden sind, mit Leidenschaft, Wissen und liebevoller Kleinarbeit in ein privates Museum umgewandelt.

„Hier sieht man alte Sachen, nicht Antiquitäten“, erklärt Franziska Hack während der Führung durch die nicht enden wollenden Ausstellungsräume. Was ebenfalls zu sehen ist: die ehemaligen Arbeiterfamilien-Wohnungen im Original, alle aus Zimmer und Küche bestehend. Die „alten Sachen“ sind unüberschaubar und reichen von bäuerlichem Gut, Geschirr, Hausrat, Spielzeug, Werkzeug, Kuriositäten, Hausapotheke, Arztschrank, Öfen, Puppen, Zeitungen und Dokumenten bis zu Maschinen, um nur einiges zu nennen. „Man kann alles angreifen“, ermutigt Hack.

Schülern gefällt die Ausstellung besonders; so waren bereits Volksschulklassen da, freut sich das Ehepaar. Bürgermeister Herbert Leeb hat bereits eine Besichtigung gemacht und gefragt, ob jemand das Projekt weiterführen würde. Zum Glück interessiert sich einer der beiden Söhne für diese außergewöhnlichen Schaustücke. „Es bringen Leute Kuriositäten vorbei, die wir oft selbst nicht kennen“, erzählt Hack. All dies wird für die Betrachter sichtbar nach Themen zur Schau gestellt.

Hacks retteten viele Stücke vor dem Müll

Wie es überhaupt zu dieser Idee kam? „Ich hatte als Angestellter bei den Strebersdorfer Schulbrüdern auch mit Wohnungsräumungen zu tun. Vieles wäre weggeworfen worden, hätte ich es nicht gerettet“, antwortet Johann Hack. Seine Gattin ticke genau wie er, und so begannen beide einträchtig 2008 gedanklich mit dem Projekt, das seit 2015 Verwirklichung findet und auf interessierte Besucher wartet.

Kontakt: 0699/171 98 948.