Hollabrunner Fachschüler schreiben von Biobauer Franz. Am Mittwoch, dem 13. Dezember, werden unter der Schirmherrschaft von Landesrätin Barbara Schwarz die Resultate der Schulhausromanprojekte vom Herbst 2017 präsentiert. Im Panoramasaal der Hypobank in St. Pölten werden die rund einhundert beteiligten Schüler aus ihren Erzählungen vorlesen. Gestartet wurde das Projekt im September in landwirtschaftlichen Fachschulen in allen vier Vierteln Niederösterreichs.

Erstellt am 12. Dezember 2017 (15:01)
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Das Weinviertel wurde von der LFS Hollabrunn vertreten, wo die Autorin Rosemarie Poiarkov mit 25 Jugendlichen arbeitete und als „Text-DJ“ agierte. Es entstand eine witzig-bissige Geschichte, die den bäuerlichen Lebenskontext augenzwinkernd aufgreift und mit einem Hauch Fantasy zu einem schaurig-gruseligen Abenteuer mit dramatischem Ende führt.

„Bauer sucht Horrorclown. Mia schreibn an Roman, Hawara!“ ist der Titel der Hollabrunner Geschichte. Sie handelt vom Biobauern Franz, der in Wartberg wohnt, gerne Paintball spielt und seinen Steyr-Traktor liebt. In seiner Einsamkeit erzählt er dem Traktor sogar Geschichten wie jene von dem Mädchen, das sich in seinen Entführer verliebt.

Bauer Franz hat Sorgen und trinkt zu viel Wein. Nach den Nationalratswahlen provoziert er als einziger Grün-Wähler einen Rauferei, die ihm einen Gips beschert. Aus Frustration sucht Franz nach dem Horrorclown Ass, der in der Kirche des Dorfes lebt, um sich von diesem fressen zu lassen. Aber Ass, ein großer Fan von Fendt-Traktoren, beginnt mit Franz lieber ein Battle über Traktorenmarken und der Bauer schöpft neuen Lebensmut. Nach einem gewonnenen Paintballspiel betrinkt sich Franz jedoch abermals und zettelt erneut eine Schlägerei an, die mit schweren Konsequenzen ausgeht.

Hintergrund:

Auf Initiative des LiteraturHauses NÖ gibt es dieses Projekt – ursprünglich 2005 vom Schweizer Autor Richard Reich und der österreichischen Kulturwissenschaftlerin Gerda Wurzenberger entwickelt – seit 2009 an Schulen in Niederösterreich, Wien und Kärnten. Ziel ist die Förderung von Phantasie und Schreibkompetenz sowie der Abbau sprachlicher Blockaden. 34 Schulhausromane wurden von rund 700 Jugendlichen mit 23 österreichischen Autoren bereits geschrieben, gedruckt und öffentlich präsentiert.

Außer Hollabrunn waren heuer die Fachschulen Gießhübl, Warth, Hollabrunn, Zwettl und Zwettl/Edelhof beteiligt.