LFS Hollabrunn: Bio-Abbau von Pflanzenschutzmitteln. Am Lehr- und Versuchsbetrieb der Landwirtschaftlichen Fachschule (LFS) Hollabrunn stehen ökologische Aspekte der landwirtschaftlichen Produktion im Mittelpunkt der Arbeit. Ein wichtiger Teil dieser nachhaltigen Landwirtschaft ist der Einsatz einer sogenannten Phytobac-Anlage, womit Reste von Pflanzenschutzmitteln und Reinigungswasser gesammelt und biologisch abgebaut werden.

Von Schulpartner NÖN/BVZ. Erstellt am 26. Juni 2020 (09:48)
(v.l.n.r.): Versuchsleiter Harald Summerer, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Direktor Rudolf Reisenberger und Landesgüterdirektor Josef Rosner vor der neuen Anlage.
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„Die Fachschule Hollabrunn setzt auf innovative und umweltschonende Landwirtschaft. Die Schule ist übernimmt damit Verantwortung für die Gesundheit des Menschen und den Schutz der Ressourcen und ist damit auch Vorbild für ihre Schülerinnen und Schüler. Besonders der aktive Gewässerschutz spielt eine zentrale Rolle, denn reines Wasser ist die Lebensgrundlage für den Menschen und die Natur“, betont Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.

„Mit der sogenannten Phytobac-Anlage wird verhindert, dass beim Befüllen und Reinigen der Spritzgeräte Schadstoffe in die Kläranlagen oder die umliegenden Gewässer kommen. Das Waschwasser, in dem sich noch Reste von Pflanzenschutzmitteln befinden können, wird in einem großen Behälter gesammelt. Die Flüssigkeit wird dann in kleinere Behälter geleitet, wo sie von Pflanzen und Mikroorganismen biologisch abgebaut wird“, erklärt Versuchsleiter Harald Summerer.

„Zu diesem Meilenstein des Gewässerschutzes gehört auch das fachgerechte Befüllen der Spritzgeräte mit Pflanzenschutzmitteln in einem geschlossenen Kreislauf. Auch Kanister werden damit sorgfältig entleert. Somit kommen Anwender mit den Spritzmitteln gar nicht in Berührung“, so Summerer. Vom Einsatz dieser Neuentwicklung profitieren auch die Schülerinnen und Schüler, die im praktischen Unterricht damit umzugehen lernen.

Artikel von Jürgen Mück