Silvester im winterlichen Nationalpark Thayatal

Die gemeinsame Silvesterwanderung fällt zwar aus, doch wer am letzten Tag des Jahres frische Nationalparkluft atmen und dabei die ruhige Natur genießen will, kann auf eigene Faust die Wanderwege erkunden. Glühwein und Sekt gibt's beim Nationalparkhaus.

Erstellt am 30. Dezember 2021 | 07:04
Lesezeit: 2 Min
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Der Ausblick vom Überstieg auf die winterliche Thaya.
Foto: Manhart/NPTT

Es ist ein schöner Brauch, den es seit 1998 gibt: Die Silvesterwanderung im Nationalpark Thayatal. Schritt für Schritt lassen die Wanderer das alte Jahr ausklingen, auf der Thayabrücke wird mit einem Glas Sekt auf das neue Jahr angestoßen. 

Heuer ist diese gemeinsame Silvesterwanderung mit Punsch und Sekt nicht möglich. „Die Wanderwege im Thayatal für Besucher sind aber geöffnet“, sagt Christian Übl, Direktor des Nationalparks. Wer individuell zum Jahresausklang frische Luft im Nationalparkwald inhalieren möchte, um gestärkt ins neue Jahr zu gehen, dem steht nichts im Wege. Das Nationalparkhaus ist für Informationen geöffnet und die Wanderwege sind frei zugänglich, soweit die Wetterlage das erlaubt.

Ein Nationalpark-Ranger ist von 14 bis 16 Uhr beim Nationalparkhaus und bei der Thayabrücke in Hardegg vor Ort und steht für Fragen zur Verfügung. Ab 13 Uhr gibt’s beim Nationalparkhaus eine Glühweinstation, die die Konditorei Wiklicky betreibt, damit nicht ganz auf Glühwein und Sekt verzichtet werden muss.

Der Nationalpark verfügt über Routen für jeden Geschmack: 

  • Wer nur einen kurzen Ausflug unternehmen möchte, nimmt den Hennerweg zum Aussichtspunkt hoch über die Stadt Hardegg. Die Strecke startet beim Nationalparkhaus und ist 1,8 Kilometer lang (Gehzeit: 40 Minuten).
  • Eine längere Wegvariante führt vom Nationalparkhaus am Einsiedlerweg über zwei Aussichtspunkte hinunter zur Thaya. In der Felswand direkt neben dem Flussufer hat zur Zeit der Kreuzzüge ein Einsiedler gewohnt, seine Behausung ist heute noch zu erkennen. Teile des Einsiedlerweges sind als Wildkatzenwanderweg gestaltet. Hier empfiehlt es sich, nach Wildkatzen-Silhouetten Ausschau zu halten, was im Winter nicht so schwierig ist. Die Gehzeit beträgt etwa eineinhalb Stunden, die Strecke ist 2,3 Kilometer lang
  • Vom Nationalparkhaus bzw. von Hardegg gelangt man entlang des Thayatalwegs zum Umlaufberg. Dieser Weg beeindruckt durch seine Natürlichkeit, aufgrund der schwierigen Wegverhältnisse sind gutes Schuhwerk und Trittsicherheit erforderlich. Belohnt wird die Wanderung durch den wunderschönen Ausblick am Überstieg der Engstelle des Umlaufbergs. Durch das enge Schluchttal des Kajabaches gelangt man schließlich nach Merkersdorf und über einen Begleitweg der Landesstraße zurück zum Nationalparkhaus oder nach Hardegg. Gehzeit der zehn Kilometer langen Strecke von Hardegg aus: etwa dreieinhalb Stunden.
  • Über den Granitzsteig ist auch eine kürzere Wanderung von Merkersdorf zum Umlaufberg möglich. Auch hier sind die Wege schwieriger zu begehen - vor allem bei Schnee oder Eis. Die Wanderung auf dem fünf Kilometer langen Weg dauert etwa eineinhalb Stunden.
  • Die Brücke in Hardegg, ein Stadtrundgang durch die kleinste Stadt Österreichs oder eine Wanderung am Hardegger Rundwanderweg auf den Reginafelsen und das Max-Plateau sind ebenso ein lohnendes Ziel für einen Ausflug. Wer die 3,5 Kilometer lange Strecke wandern will, braucht ebenfalls gutes Schuhwerk (Gehzeit: 90 Minuten).