Jungmayer: „Einmal kandidiere ich noch“. Der amtierende Ortschef Georg Jungmayer hat seine Wahlversprechen umgesetzt und sucht dringend einen Gemeindearzt.

Von Franz Enzmann. Erstellt am 27. August 2017 (06:11)
Georg Jungmayer.
Franz Enzmann

Der 64-jährige Georg Jungmayer ist im Jahr 2000 zum Bürgermeister gewählt worden. Der frühere Amtsleiter der Grenzgemeinde möchte es noch einmal wissen und tritt bei der nächsten Gemeinderatswahl wieder an, wie er im NÖN-Gespräch erklärte.

„Wenn mich meine Parteifreunde als Bürgermeisterkandidat aufstellen und es meine Gesundheit erlaubt“, kommentiert der Langzeitmandatar seine Entscheidung und fügt hinzu: „Im Laufe der Amtsperiode 2020 bis 2025 soll ein geordneter Übergang an eine Nachfolgerin oder einen Nachfolgern erfolgen.“

„Noch kein zusätzliches Darlehen aufgenommen“

Der vielseitige Kommunalpolitiker ist in vielen Vereinen und Organisationen tätig. „Hinter vorgehaltener Hand sagen die Leute, ich bin ein Vereinsmeier. Ich finde es aber wichtig, das Vereinsleben in einer Gemeinschaft zu fördern.“

Im Wahlprogramm der SPÖ im Jahr 2015 standen einige Vorhaben, die fast alle umgesetzt sind: Die beiden Kinderspielplätze wurden saniert und Geräte erneuert. Bei der Verbesserung der touristischen Angebote ist mit dem Poltradwanderweg ein wichtiges Projekt gelungen. Durch die steigende Zahl von Hotelgästen und Radtouristen profitieren auch die Lebensmittelgeschäfte im Ort.

Bei der Konsolidierung des Gemeindebudgets befindet sich Seefeld-Kadolz auf einem guten Weg. „Wir haben in der bisherigen Amtsperiode noch kein zusätzliches Darlehen aufgenommen.“

Bei der versprochenen Umsetzung von neuen örtlichen Veranstaltungen führt der Bürgermeister den Kellerkirtag, der heuer zum zweiten Mal abgehalten wurde, und den Wohlfühlkeller ins Treffen. Bei der Verbesserung der ärztlichen Versorgung werden derzeit Gespräche mit Bewerbern für die frei gewordene Arztstelle geführt. „Wir haben auch Inserate in Ungarn und Tschechien geschalten, damit wir wieder einen Gemeindearzt bekommen.“ Im neuen Siedlungsgebiet wird zur Zeit eine moderne Arztpraxis gebaut.

Das internationale Jugendaustauschprogramm ist ein Herzensanliegen von Jungmayer: „Heuer kamen 60 Teilnehmer aus verschiedenen Nationen zu uns“, erklärt er stolz – und eilt zum nächsten Termin.