Steinbach: Neue Attraktionen für den Heldenberg. Mit Hotel, Vinothek und Kutschenausstellung hofft Bürgermeister Peter Steinbach auf noch mehr Gäste.

Von Barbara Witzany. Erstellt am 03. September 2017 (05:54)
Ein Highlight war jüngst die Veranstaltung zum Masterplan für den ländlichen Raum in Korneuburg: Vizebürgermeister Günther Brandstätter, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Bürgermeister Peter Steinbach und Vizekanzler Wolfgang Brandstetter.
privat

Peter Steinbach ist seit neun Jahren als Gemeindechef im Amt. Die NÖN bat ihm zum Sommergespräch.

NÖN: Wie hat sich Ihr Aufgabenbereich in den Jahren verändert?

Peter Steinbach: Wesentlich war, dass der Heldenberg ausgegliedert wurde und dadurch die finanzielle Last von der Gemeinde weggekommen ist. Es wurde viel investiert, trotzdem konnte der Schuldenstand in den vergangenen zweieinhalb Jahren um zwölf Prozent reduziert werden. Und wir sind beim Bevölkerungszuwachs im Bezirk auf Platz zwei.

„Wir können wirtschaftliche Projekte durchziehen, die allen etwas bringen

Von den 19 Gemeinderäten sind drei SPÖ-Mandatare. Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit?

Sehr gut, weil alle Gemeinderäte am gleichen Strang ziehen, es geht um die Gemeinde und nicht um die Partei. Jede Idee wird gerne angenommen.

Welchen Einfluss haben die kommenden Nationalratswahlen auf die Gemeindepolitik?

Keinen.

Sie sind auch Obmann des Landschaftsparks Schmidatal Manhartsberg. Was bedeutet das für Ihre Gemeinde?

Das hat unbedingt Auswirkungen auf die Gemeinde, weil am Heldenberg nicht nur die Infostelle für das Schmidatal ist. Die Zusammenarbeit mit den anderen Gemeinden ist sehr gut, wir können wirtschaftliche Projekte durchziehen, die allen etwas bringen. Wir sind zum Beispiel eine Klimaregion. Das nächste Projekt befasst sich mit der Sicherheit der Gemeindemitarbeiter. Hier wird es unter anderem gemeinsame Kurse geben.

Sie beherbergen mit dem Heldenberg eine Fülle von touristischen Attraktionen. Welche Herausforderungen sind damit verbunden?

Stetig am Ball bleiben, immer wieder etwas Neues für unsere Besucher finden, damit man uns immer wieder besucht und nicht wie bei einer Landesausstellung einmal und nicht mehr wieder kommt.

Was konkret ist am Heldenberg geplant?

Wir werden eine Vinothek errichten. Der Architekt plant bereits und im September wird ausgeschrieben. Wenn alles nach Plan verläuft, werden wir Ende des Frühjahrs 2018 eröffnen. Das zweite Highlight ist eine Kutschenausstellung in Kooperation mit der Spanischen Hofreitschule. Diese wird voraussichtlich heuer fertiggestellt, wir möchten auch Zaumzeug und Sättel zeigen. Wahrscheinlich eröffnen wir am Beginn der kommenden Saison.

Was hat sich in den Katastralgemeinden in der ersten Hälfte dieser Amtsperiode getan?

In Glaubendorf wurde der Dorfplatz eröffnet. Wir haben die Wasserentnahmestelle plus einen Feuerwehranschluss hergerichtet beziehungsweise erstellt. Es konnten zwei Hektar für die Bauplatzerweiterung zur Verfügung gestellt werden, davon sind schon sechs Plätze verkauft. In Großwetzdorf wurde ein neues Feuerwehrauto angeschafft, das Dorfzentrum wurde saniert und es konnte eine Akustikverbesserung für die Musik erreicht werden. Auch die Wasserstelle wurde saniert. In Kleinwetzdorf wurden sieben Reihenhäuser übergeben, zwölf weitere sind vor der Fertigstellung. Der Gehweg zum Kindergarten wurde errichtet. In Thern fand der Umbau des Waschplatzes mit Füllstation statt und auch hier konnten wir neue Baugründe schaffen. Die neue Brücke vor der Kirche haben wir bei einem großen Fest eröffnet – wir hatten eine grandiose 950-Jahr-Feier. Es haben alle mitgeholfen, dafür möchte ich mich bedanken.

Welche Projekte liegen Ihnen am Herzen?

Weiterer Siedlungsausbau und weitere Investitionen für die Verbesserung der Lebensqualität.

Was brauchen Sie noch in der Gemeinde?

Ein Hotel, um mehr Tourismus am Heldenberg und im Landschaftspark Schmidatal Manhartsberg zu fördern. Damit werden Arbeitsplätze geschaffen und es gibt eine Wertschöpfung für die Region.

Werden Sie bei der nächsten Wahl wieder kandidieren?

Das kommt auf die Umstände an. Wenn es der Wunsch der Gemeinde und des Gemeinderates ist, dann ja.