Elias (17) sendet von „Radio Kamerun“. Nach der Matura will sich der Hollabrunner Elias Marte nun ein Jahr lang in Zentralafrika engagieren.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 14. Juli 2017 (05:55)
privat
Um seinen Volontariatseinsatz finanzieren zu können, veranstaltete Elias Marte im Juni einen Fundraising-Pfarrkaffee in Hollabrunn.

Die Matura am BG/BRG Hollabrunn hat er mit ausgezeichnetem Erfolg absolviert. Jetzt wartet auf Elias Marte die nächste spannende Herausforderung: Am 10. August fliegt der 17-Jährige nach Kamerun, um dort ein Jahr lang an einem Hilfsprojekt der Salesianer Don Boscos teilzunehmen.

Dass es in ein afrikanisches Land geht, war ein Wunsch des jungen Hollabrunners. Dass er nach Kamerun zugeteilt wurde, ist seinen Französisch-Kenntnissen geschuldet. Zwölf Monate wird er im Süden des Landes in einem Burscheninternat und Jugendzentrum verbringen, dort Englisch unterrichten und in der Freizeitgestaltung mitwirken.

Auch Straßenkinder, die im Ordenszentrum jederzeit willkommen sind, werden betreut. „Es gibt dort sogar eine eigene Radiostation“, freut sich Marte auf die Aufgabe.

privat
Die Herausforderung des freiwilligen Jahres ist es, mit Jugendlichen eines lokalen Internats zu arbeiten und sich um Straßenkinder zu kümmern.

Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mag er. In Hollabrunn ist er seit Jahren bei der Katholischen Jugend und Jungschar engagiert. In den letzten beiden Jahren hatte er die Hauptverantwortung für die Dreikönigsaktion. Dass das Projekt als Zivilersatzdienst anrechenbar ist, kommt freilich auch nicht ungelegen.

Die Stadt Ebolowa, wo Marte gemeinsam mit einem Studenten aus Oberösterreich seinen Dienst verrichten wird, ist etwa zwei Stunden von der Hauptstadt Yaoundé entfernt. Drei Vorbereitungswochenenden hat er bereits hinter sich. Die Unkosten werden zum Teil vom Ministerium getragen, ein Teil ist selbst zu finanzieren.

Und nächstes Jahr, wenn der Einsatz vorbei ist, wird es auf jeden Fall einen Präsentationsabend geben. Das musste Marte bereits versprechen.

Was die Eltern dazu sagen, dass er so lange so weit weg sein wird? „Die sind’s gewohnt“, schmunzelt der Teenager. „Meine Schwester war in Amerika, Kambodscha und Kenia und studiert in den Niederlanden.“