11.700 Besucher beim Retzer Weinlesefest

Ein ganzes Wochenende wurde am Retzer Hauptplatz gefeiert. Das Corona-Präventionskonzept kostete den Organisatoren rund um Tourismus-Stadtrat Daniel Wöhrer viele Arbeitsstunden im Vorfeld, doch die haben sich ausgezahlt. Das Fest war ein voller Erfolg.

Sarah Marie Piskur Erstellt am 28. September 2021 | 08:43

Noch bevor das Weinlesefest überhaupt gestartet war, prasselte einiges an Kritik auf Veranstalter und Hauptorganisator Daniel Wöhrer ein. Nun ist eben dieses Fest über die Bühne gegangen. „Wir haben von vielen Seiten Lob für unser Sicherheitskonzept bekommen. Das freut mich natürlich sehr, denn das war wirklich viel Arbeit“, erzählte der Tourismusstadtrat schon Samstagabend im Gespräch mit der NÖN.

Dass das Konzept funktionierte, zeigte sich bereits am Vorabend, als noch der NÖ Impfbus vor Ort war. Die Mitglieder der Feuerwehr, die am Wochenende für die Kontrollen der 3G-Nachweise zuständig waren, begleiteten einzelne Besucher zum Bus, die zwar eine Impfung, aber nicht zum Weinlesefest wollten.

Bis zu 6.000 Gäste am Retzer Festplatz

 „Manche haben sich beschwert, dass sie mehrmals kontrolliert wurden. Wir haben immer wieder klargestellt, dass das Drei-Tages-Band nur der Nachweis für ein erworbenes Ticket und kein 3G-Nachweis ist. Diese hätten ja in dem Zeitraum auslaufen können“, schilderte Wöhrer gegenüber einigen Ehrengästen am Sonntag und bezog sich dabei auf jene Besucher, die einen negativen Test als Nachweis mitgebracht hatten. 

Gleichzeitig waren bis zu 6.000 Personen am Festplatz. Sonntags waren es heuer etwas weniger als sonst, da viele Reisebusse ausgeblieben waren.

Präventionskonzept machte großes Fest möglich

Trotz der Mühe mit dem Sicherheitskonzept und der Corona-Auflagen war das Weinlesefest für die Veranstalter ein voller Erfolg. So sah das auch Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, die die Festrede hielt: „Mir geht die Pandemie mindestens genau so sehr auf die Nerven, wie ihnen allen. Das ist der Pandemie nur leider egal. Umso wichtiger ist es, den Veranstaltern zu ihrem großartigen Präventionskonzept zu gratulieren, das uns allen ein sicheres Fest ermöglicht.“

Das Weinlesefest 2021 konnte also bei Traumwetter stattfinden. Glück hatten die Veranstalter aber nicht nur mit dem Wetter: Trotz hoher Besucherzahlen – es waren insgesamt etwa 11.700 – gab es erst beim Umzug am Hauptplatz einen unangenehmen Zwischenfall. Ein Gast überwand die Absperrung zur Bühne, um dort seine Meinung zur Corona-Politik kundzutun. Die Ehrengäste waren sich hier einig: Jeder hat das Recht, seine Meinung zu sagen. Auf die Form der Sprache sollte dabei aber schon geachtet werden. Der Besucher musste von der Polizei abgeführt werden, nachdem er die Gäste auf der Bühne wüst beschimpft und beflegelt hatte.

Den Tag sollte das freilich nicht verderben. Die Politiker begrüßten weiter die Vereine und stellten sich für Erinnerungsfotos zur Verfügung.