Hollabrunns Jugend in der Warteschleife?. Der parteiübergreifende Jugendarbeitskreis sei eine gute Idee gewesen, doch jetzt gehe nichts mehr weiter, klagen die Roten. „Nicht so einfach“, sagt der Bürgermeister.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 21. September 2016 (05:54)
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Wird langsam ungeduldig: die SPÖ-Fraktion mit Friedrich Dechant, Elke Stifter, Alexander Eckhardt, Elke Sklenar, Peter Tauschitz und Josef Frank (v.r.).

Im Frühjahr hatte sich die SPÖ-Fraktion noch gefreut, dass parteiübergreifend bereits erste Pläne für ein besseres Jugendangebot geschmiedet wurden. Diese Freude ist mittlerweile aber gedämpft. Denn vonseiten der regierenden Stadt-VP herrsche nun Funkstille, hadert Fraktionssprecher Alexander Eckhardt.

„Warte seit einem halben Jahr auf eine Rückmeldung“

Seit Jahren gebe es Versprechungen zur Verbesserung des Angebots für Jugendliche und Jungfamilien, doch die Bilanz sei mager, meint Eckhardt. Es gebe enormes Potenzial an Schülern, die in der Freizeit jedoch selten das passende Angebot finden würden. SP-Stadtparteiobmann Friedrich Dechant vermisst Visionen und die Bereitschaft, „der Jugend auch im Budget etwas an Bedeutung zu schenken“.

Im Arbeitskreis sei über die Erweiterung der Öffnungszeiten des Jugendtreffs für private Feiern, einen geförderten Shuttledienst von größeren Events und den Wunsch vieler Jungfamilien nach einem Indoor-Spielplatz gesprochen worden. „Ich warte seit einem halben Jahr auf eine Rückmeldung unserer Jugendgemeinderätin“, gibt sich Eckhardt enttäuscht. Elke Sklenar (SP) meint, ein Indoor-Spielplatz könnte in Kooperation mit der neuen Stadtmanagerin und interessierten Unternehmern realisiert werden.

„Was ist eigentlich mit dem Jugendzentrum der SPÖ am Bahnhof?“, entgegnet VP-Stadtchef Erwin Bernreiter und verweist darauf, dass die mangelnde Frequenz dort gezeigt habe, dass es eben doch nicht so einfach ist, das richtige Angebot zu schaffen. „So etwas muss auch von der Jugend kommen, muss sich entwickeln. Das ist oft schwierig.“ Jugendgemeinderätin Tanja Winterer müsse man Zeit geben. Es werde aber noch diese Woche Gespräche über den Jugendarbeitskreis geben.

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