Steinzeit-Praxis-Kurse: Leben wie Familie Feuerstein. Steinzeit-Praxis-Kurse feiern Premiere. Museumsring in Gründung.

Von Romana Schuler. Erstellt am 18. Juni 2020 (05:22)
Theorie und Praxis im Steinzeitmuseum Platt: Peter Stadler empfing NÖN-Reporterin Romana Schuler in seiner Steinzeitküche.
Franz Enzmann

Das Steinzeitmuseum in Platt präsentiert Grabungsfunde aus den letzten 40 Jahren. Die ersten Siedlungsnachweise in der Region stammen von der Lengyel-Kultur aus der Jungsteinzeit vor ungefähr 7.400 Jahren. Den Funden nach dürfte es sich um die ältesten sesshaften Bauern im Weinviertel gehandelt haben.

Sie errichteten Langhäuer und bauten Ställe für Haustiere. Bemerkenswert sind die Verzierungen an den Keramikgefäßen und die Werkzeuge, von denen etliche in Platt ausgegraben worden sind. Ein besonderer Fund ist die steinzeitliche Küche mit einem noch erhaltenen Gefäß auf der verrußten Feuerstelle.

Dieses Jahr bietet das Museum zum ersten Mal Steinzeit-Praxis-Kurse an. „Wenn Sie schon immer wissen wollten, wie die Steinzeitmenschen Feuer gemacht oder Schnüre gezwirnt haben, sind Sie hier genau richtig!“, weist Peter Stadler, der gemeinsam mit Renate Huber zum Museumsteam gehört, auf die beiden Sommerkurse hin. Dabei wird auch das Erzeugen von Steinzeitmessern fachkundig gelehrt. Die Kurse werden von dem Archäologen Eike Mahrdt geleitet.

„Wir sind gerade dabei, den Museumsring Zellerndorf zu gründen“, erzählt Peter Stadler weiter. Und noch eine Neuigkeit, über die er sich freut: Seit diesem Jahr ist das Steinzeitmuseum ein offiziell gelistetes Museum auf der Plattform der „Museen in Österreich“, die vom NÖ Museumsmanagement betrieben wird.