Aktion für Bedürftige: „Wunschsterne“ auch in Retz. PfarrCaritas und Rotes Kreuz in Retz setzen Aktion für Bedürftige in die Tat um.

Von Elisabeth Hess. Erstellt am 25. November 2020 (05:12)
In Retz weihnachtet es schon. Zwei weitere Christbäume folgen, die für eine ganz besondere Weihnachts-aktion dienen.
Enzmann

Die Aktion ist simpel, bewirkt aber viel: Unter den Arkaden am Hauptplatz Retz und vor dem Eurospar-Markt wird jeweils ein Christbaum aufgestellt. Das Besondere daran: Auf dem Weihnachtsbaum hängen „Wunschsterne“ mit einem Weihnachtswunsch und dem Vornamen und Alter des Absenders. Passanten, die den Wunsch erfüllen wollen, können einen „Wunschstern“ vom Christbaum mitnehmen und ein Geschenk im Wert von maximal 20 Euro kaufen.

Die Geschenke sollen unverpackt in der Pfarrkirche Retz abgegeben werden. Die Christbäume sind vom 7. bis 14. Dezember aufgestellt; Geschenke können bis zum 16. Dezember in die Pfarrkirche gebracht werden. Die Organisatoren bitten, das Präsent mit dem Namen und Alter des Beschenkten zu kennzeichnen.

„Alle ziehen an einem Strang“

Margit Trauttmansdorff und Helga Schönbauer von der PfarrCaritas haben die weihnachtliche Aktion in die Tat umgesetzt. Trauttmansdorff ist Pfarrgemeinderätin in Kleinriedenthal und ehrenamtliche Mitarbeiterin der PfarrCaritas: „Ich bekam ein Video von einer Freundin aus München, wo der Bayrische Rundfunk diese Weihnachtsstern-Wunsch-Aktion vorgestellt hat.

Als ich das gesehen habe, habe ich mir gedacht: Wow, so eine tolle Idee, das könnten wir auch in Retz machen“, schildert Trauttmansdorff. „Dann habe ich nachgedacht und bin auf die Team Österreich Tafel des Roten Kreuzes gekommen. Ich bin total begeistert, weil alle, die ich angesprochen habe, gleich mitmachen wollten und alle an einem Strang ziehen“, schwärmt sie.

Die Team Österreich Tafel des Roten Kreuzes in Retz hat dann eine Liste ihrer Klienten an die PfarrCaritas weitergeleitet.

Darauf sind die Weihnachtswünsche von Kindern bis zu Senioren aufgelistet. Trauttmansdorff möchte auch im Weihnachtstrubel an einkommensschwache Menschen denken: „Es gibt sicher viele Menschen, die anderen gerne eine Freude machen wollen, es sich aber nicht leisten können. Es gibt vielleicht auch Menschen, die niemanden haben, der sie beschenkt. So kann man die Dinge zusammenführen. Wir sind beschenkt worden durch die Geburt Jesu, und so können wir diese Freude an andere Menschen weitergeben.“

Gebetssterne zum Mitnehmen

Neben den „Wunschsternen“ gibt es Gebetssterne, die ebenfalls zum Mitnehmen sind. Auf diesen Sternen stehen der Vorname und ein konkretes Gebet, das dann für diejenige Person zum Beispiel am Adventkranz gebetet werden kann. „Wenn Menschen kein Geschenk kaufen wollen oder können – beten kann jeder“, meint Trauttmansdorff.

Sind die Geschenke in der Pfarrkirche abgegeben, werden sie von Firmlingen und anderen freiwilligen Helfern verpackt und schließlich vom Roten Kreuz an die Adressaten weitergegeben. So einfach und schön kann Schenken sein!