„Spange Retzer Land“ vollendet: Ortschaften entlastet. Vier Ortschaften werden vom Schwerverkehr entlastet. Auffahrten zu Feldern werden noch nachgebessert.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 23. August 2018 (05:15)
Karin Widhalm
Die erneuerte Fahrbahn geht in die neue Straße in Richtung Retz über.

Vier Monate wurden Kleinhöflein, Kleinrie denthal und Ragelsdorf wieder in alte Zeiten zurückversetzt: Lastkraftwagen rollten durch die Orte. Sie wurden umgeleitet, weil die Landesstraße 1027 zwischen Unterretzbach und dem Kreisverkehr auf der Bundesstraße 303 von Grund auf erneuert wurde. Die Freigabe am Montag der Vorwoche bekam man in den drei Dörfern sofort mit.

„Alle, die bis jetzt drübergefahren sind, freuen sich“

Das Projekt, das zuerst „Spange Ost“ hieß und später in „Spange Retzer Land“ umgetauft wurde, ist damit endgültig finalisiert. Die Umfahrung ist für die Lkws gedacht, die auf der B 303 nicht mehr nach Ragelsdorf abbiegen dürfen, sondern bis zum Kreisverkehr in Richtung Unterretzbach gelotst werden. Kurz vor dieser Ortschaft beginnt die seit Dezember 2015 fertige neue Straße in Richtung Retz.

Der zweite Bauabschnitt verzögerte sich anfangs wegen der zum Teil schwierigen Verhandlungen mit Grundeigentümern. Die Straßenbauabteilung entschied sich, die Erneuerung auf Eigengrund durchzuführen. „Alle, die bis jetzt drübergefahren sind, freuen sich“, berichtet Retzbachs Bürgermeister Manfred Nigl. „Ein paar Auffahrten zu Äckern und Weingärten sind noch zu steil“, werden noch Verbesserungen vorgenommen.

Die Stimmen der Kritiker seien zwar nicht verstummt. „Aber im Endeffekt sind’s keine Massen an Schwerverkehr, die drüberfahren.“ Nigl ist im Gegenteil froh, dass weniger Lkws durch Unterretzbach brausen. Schon seit der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts spüre man die Erleichterung.

„Das war schon eine Belastung, wenn Lkws durch das Viadukt gefahren sind und dann das Holz verloren haben.“ Die Höhenbeschränkung sei oft nicht beachtet worden. „Sie sind schon ab zwei Uhr früh durch die Ortschaft gepoltert.“