Bankomat in Hadres gesprengt. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurde der Bankomat der Hadreser Raiffeisenbank gesprengt. Geld wurde nicht erbeutet.

Von Romana Schuler. Update am 13. März 2020 (10:47)

Ein lautes Explosionsgeräusch riss in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag die Hadreser aus dem Schlaf. Gegen 3 Uhr morgens wurde der Bankomat der Raiffeisenbank gesprengt. „Meine Frau hat mich geweckt, weil sie einen lauten Knall gehört hat. Ich bin nach draußen in den Hof gelaufen, und habe dann schon die Sirene der Feuerwehr gehört“, berichtet Bürgermeister Josef Fürnkranz, der nur drei Häuser vom Tatort entfernt wohnt.

Diese rückte gegen 3.20 Uhr mit 15 Mann aus, um die Stelle abzusichern. „Die Polizei war da bereits vor Ort“, erzählt der Hadreser Feuerwehr-Kommandant Leopold Krammer. 

Da zunächst nicht klar war, ob sich noch gefährliche Sprengstoffteile am Hauptplatz befinden, wurde dieser von der Polizei großräumig abgesperrt und erst gegen 8 Uhr morgens wieder geöffnet. 

Durch die Explosion entstand außerdem ein süßlicher Gasgeruch, der für Besorgnis bei den Anrainern rund um den Hauptplatz sorgte. Man versicherte sich, dass es allen Nachbarn in ihren Häusern gut geht. 

Es entstand massiver Sachschaden, aber: "Es wurde kein Geld entwendet", informiert Wolfgang Strobl vom Hollabrunner Bezirkspolizeikommando in NÖN-Gespräch. 

Fahndung verlief negativ

Die Ermittlungen des Landeskriminalamtes Niederösterreich dauerten am Freitag an. Mehrere Täter sollen am Werk gewesen sein. Sie flüchteten letztlich ohne Beute vermutlich nach Tschechien, teilte die Polizei mit. Eine Fahndung verlief negativ.

Der Geldausgabeautomat im Foyer einer Bank sollte vermutlich mit einem Gasgemisch gesprengt werden. Bei der Explosion entstand Sachschaden. Der Bankomat wurde nach Polizeiangaben ebenso in Mitleidenschaft gezogen, wie das Foyer die Filiale