VOR lenkt ein: „Lohn für viele Gespräche“. Kommunalpolitikerin Renate Böhm freut sich über die Erhaltung des vormittägigen Buskurses direkt in die Bezirksstadt.

Von Franz Enzmann und Karin Widhalm. Erstellt am 03. Juni 2017 (06:14)
Enzmann
Renate Böhm, die kämpferische Gemeinderätin aus Alberndorf, hat sich teilweise durchgesetzt.

Der Verkehrsverbund Ost (VOR) versprach, sich eine Überarbeitung des neuen regionalen Busfahrplans anzusehen. Die Kritik betraf unter anderem, dass Kundschaft aus dem Pulkautal nicht mehr direkt nach Hollabrunn chauffiert werden würde. Sie müsste ab 3. Juli in der Früh in Guntersdorf in die Bahn umsteigen. Der VOR traf nun eine Entscheidung.

„Selbstverständlich werden wir die Fahrgastentwicklung weiterhin beobachten“ Christina Bachmaier, VOR

Der Kurs mit Start in Laa an der Thaya um 8.32 Uhr über Alberndorf (Gemeindeamt) um 9.05 Uhr wird durchgehend bis Hollabrunn geführt. Das teilte Christina Bachmaier, zuständig für die VOR-Öffentlichkeitsarbeit, der Hollabrunner NÖN mit. Der Bus kommt um 9.39 Uhr am Lothringerplatz an. Fahrgäste können umstiegsfrei das Ärztezentrum erreichen. Zehn Kurse (sieben in der Ferienzeit) bedient die Linie 813.

„Diese Maßnahme betrifft zwar eine äußerst geringe Anzahl an Fahrgästen, jedoch können wir nachvollziehen, dass gerade für diese Personen, die großteils zum Ärztezentrum in Hollabrunn fahren wollen, der zur genannten Uhrzeit ursprünglich angedachte Umstieg auf die Bahn am Bahnhof Guntersdorf problematisch sein könnte“, führt Bachmaier aus.

Dazu komme, dass der Bahnhof in Guntersdorf „nicht vollständig barrierefrei“ sei und keine gleichwertige barrierefreie Verbindung existiere. „Selbstverständlich werden wir die Fahrgastentwicklung weiterhin beobachten und behalten uns Änderungen zu einem späteren Zeitpunkt vor, eben auch in Hinblick auf einen eventuellen barrierefreien Umbau des Bahnhofs Guntersdorf.“

Die Alberndorfer VP-Gemeindemandatarin Renate Böhm freut sich über ihren kleinen Erfolg bei der Fahrplangestaltung. „Ich werde vor allem die Patienten des Ärztezentrums, die im Pulkautal wohnen, auf den Kurs aufmerksam machen.“

Die Gemeinderätin will aber auch die betroffenen Kommunen entlang der Buslinie über diese Direktverbindung bis ins Zentrum der Bezirksstadt in geeigneter Form informieren. „Es ist der Lohn für die vielen Telefongespräche und den intensiven Schriftverkehr in den vergangenen Monaten mit Landespolitikern und dem VOR.“

Der VOR-Routenplaner im Internet wird im Juni geändert.