Ein falscher Playboy in Oberfellabrunn. Vom spröden Buchhalter zum Herzensbrecher – ob diese Wandlung glückt, ist derzeit im Oberfellabrunner Kulturstadl zu sehen.

Von Sylvia Stark. Erstellt am 07. November 2017 (14:10)

Die Theaterbesucher standen Schlange an der Kassa, um noch die letzten Karten für die Komödie „Playboy wider Willen“ im Kulturstadl zu ergattern. Die Schauspieler der Theatergruppe Oberfellabrunn traten höchst professionell auf; dass sie mit Begeisterung spielten, war spürbar.

Auch bei der Regie überließ Obmann Roman Satzinger nichts dem Zufall und setzte mit Sigi Brandstetter auf eine renommierte Regisseurin. Das Stück versetzte die Besucher zurück in die 1920er-Jahre in Hollabrunn:

Gerti, gespielt von Sophie Ehweiner, kommt nach einem Jahr aus Wien mit einem Lebemann als Verlobten, gespielt von Ernst Scheuer, ins Elternhaus zurück. Der Vater, ein angesehener Fabrikant (Franz Haller), möchte seine Firma in guten Händen wissen und setzt als zukünftigen Schwiegersohn auf seinen spröden Buchhalter, im Stück dargestellt von Gerhard Stockinger.

Der nüchterne Zahlenmensch wird vom Unternehmer als unwiderstehlicher Playboy aufgebrezelt. Dabei kommt es zu lustigen Missverständnissen, bei der eine Pointe die andere jagt. Noch mehr Verwirrung – aber auch Spannung – bringt die amerikanische Filmdiva Rita Rayworth (Angelika Girard) in die Komödie hinein.

Das Publikum im völlig ausgebuchten Kulturstadl war begeistert und blieb nach der Vorstellung noch eine Weile, um den Mitwirkenden zu gratulieren. Auch Hollabrunns Vizebürgermeister Alfred Babinsky, die Stadträte Kornelius Schneider, Günter Schnötzinger und Elisabeth Schüttengruber-Holly sowie Ortsvorsteher Thomas Bauer stießen auf die Premiere an.