Schauspieler Johannes Schmid gibt Kabarett-Debüt. Johannes Schmid (31) kehrt mit seinem ersten Kabarettstück „Giraffenland“ in seine Heimat Thern zurück.

Von Sylvia Stark. Erstellt am 11. August 2019 (06:53)
Schmid
Johannes Schmid tritt mit seinem ersten eigenen Kabarett „Giraffenland“ am 16. und 17. August in seinem Heimatort Thern auf.

Johannes Schmid aus Unterthern zog es nach der Tourismusschule in Retz zum Arbeiten nach Innsbruck. Nach einigen Jahren in der Hotellerie in der Alpenhauptstadt merkte der Schmidataler, dass er nicht sein ganzes Berufsleben im Tourismus verbringen möchte. Er meldete sich daher in der Schauspielschule Innsbruck an und wurde sofort aufgenommen. Im Jahr 2013 hatte er diese Ausbildung abgeschlossen.

Auf die Frage, wie der neue Berufswunsch entstanden sei, meinte der 31-Jährige: „Ich habe seit meinem 15. Lebensjahr bei der Theatergruppe Thern mitgespielt – bis zu meinem Umzug nach Innsbruck.“ Er gibt aber zu, seinen Eltern habe es „am Anfang nicht so getaugt“, dass er von der Hotellerie auf Schauspielerei umsattelte. Aber: „Jetzt haben sie Spaß daran, wenn sie sich Sachen von mir anschauen.“

„Jetzt haben sie Spaß daran, wenn sie sich Sachen von mir anschauen.“ Johannes Schmid darüber, dass seine Eltern zunächst nicht so begeistert von seiner Berufswahl waren.

Der Mut des gebürtigen Therners, in einem kreativen Beruf zu wechseln, hat sich ausgezahlt. Denn Schmid, der aus einer Winzerfamilie stammt, ist nun ein gefragter Darsteller im TV als auch auf den Theaterbühnen des Landes.

Jetzt wagte er sich an das Kabarett heran und es gelang ihm ein Volltreffer: Mit seiner ersten Eigenproduktion „Giraffenland“, welche schon in Innsbruck und in Schwaz in Tirol gespielt wurde, kommt er am 16. und 17. August nach Unterthern. Ohne sich als „Weltverbesserer“ hervorzutun, zeigt Schmid auf sehr heitere, aber auch kritische Weise, wie es um unsere „Konsumgesellschaft“ bestellt ist. Sein Künstlerkollege Daniel Clemente hat die Musik dazu geschrieben.

Nebenbei arbeitet der gebürtige Schmidataler auch für TV-Produktionen und in renommierten Theatern, wie am Landestheater in Innsbruck. „In SOKO Kitzbühel spielte ich dreimal einen Spurenermittler – natürlich auch mit Text“, erzählt Schmid. In der ORF-Eigenproduktion „Universum History“ zog es den Mimen nach Gmünd an die tschechische Grenze. „Dort stellte ich einen kriegsversehrten Sekretär dar. In dieser Folge wird das Leben einer Familie seit dem Jahr 1918 bis jetzt aufgezeichnet“, schildert der Darsteller.

Terminkalender prall gefüllt

Eine Leidenschaft des jungen Schauspielers ist das Improvisationstheater: „Vor drei Wochen unterrichtete ich Kinder während der Bregenzer Festspiele auf diesem Gebiet“, erzählt Schmid, der auch „Improtheater“-Workshops für Erwachsene gibt.

Sein Terminkalender ist voll: Im August spielt er beim „woodlight-festival“ in Schwaz und in Jenbach. Dann gibt’s einen kurzen Abstecher nach Brixen in Südtirol und von dort geht die Tournee weiter nach Höchst im Ländle.

Was nun die größten Unterschiede zwischen seinem Leben in Innsbruck und in Thern sind? „Ich finde es hier in Innsbruck sehr heimelig. Gmiatlich ist es in Thern als auch in Innsbruck, jedoch muss man dort mit dem Tourismus leben.“