Todesfahrt: Gutachten bescherte Freispruch. Drogenbenebelt am Steuer: Weinviertler wird vom Vorwurf, dass er den Tod eines Mopedfahrers verursacht hat, freigesprochen.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 28. November 2018 (04:24)
Stark
Auf der Straße zwischen Pfaffstetten und Großmeiseldorf ereignete sich das tödliche Unglück.

In den Abendstunden des 17. August vergangenen Jahres kollidierte ein Autofahrer in Großmeiseldorf auf der Landesstraße 1228 in Richtung Pfaffstetten mit einem Kleinkraftrad. Das 60-jährige Kollisionsopfer aus dem Bezirk wurde vom Moped geschleudert und verstarb an seinen schweren Verletzungen. Für den 28-jährigen Pkw-Lenker aus dem Schmidatal, der drogenbenebelt und ohne Lenkerberechtigung hinter dem Steuer saß, setzte es eine Anklage wegen grob fahrlässiger Tötung.

„Ich habe ihn nicht gesehen“, erklärte der Mann vor Gericht und beteuerte: „Er kam mir plötzlich mitten auf meiner Fahrbahn entgegen. Ich konnte nichts mehr tun, da krachte es schon.“

Ein Kfz-Sachverständiger bestätigte nach der Analyse der Spuren und des Schadensbildes, dass der Unfall bei den schlechten Sichtverhältnissen unvermeidbar gewesen sei. Der Mopedfahrer sei nur als kleiner Lichtpunkt erkennbar und auf der falschen Fahrbahn unterwegs gewesen. Auch ein nicht beeinträchtigter Autolenker hätte den Unfall nicht verhindern können.

Nach der für den 28-Jährigen entlastenden Expertise fällte die Richterin einen Freispruch.