FF-Übung auf der Thaya. Der Feuerwehrabschnitt Retz freute sich mit der Jugend über hohen Wasserstand im Naturpark.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 20. Mai 2021 (09:58)

Nach langem Warten war es am vergangenen Samstag wieder so weit: Mit dem Ende des Lockdowns dürfen Feuerwehren wieder in voller Zugstärke üben. So fand in Hardegg eine Wasserdienst-Übung für die jüngsten Feuerwehrmitglieder statt.

Am Übungsgelände fanden sich mehrere Jugendliche mit ihren Betreuern ein, um den Umgang mit der Feuerwehrzille zu erlernen. Besonders wichtig war an diesem Tag die Sicherheitsunterweisung.

Karl Piskur, Abschnittssachbearbeiter für den Wasserdienst, erklärte den 10- bis 16-Jährigen, was bei der Benützung der Zillen besonders wichtig ist. „Ohne Rettungsweste dürfen die Zillen nicht betreten werden“, mahnte er mit strengem, aber fürsorglichem Blick. Zusätzlich zu den Westen befinden sich immer ein Rettungsring und ein Ersatzruder in den Zillen.

Die Sicherheitsunterweisung zeigte ihre Wirkung. Die Kinder und Jugendlichen stiegen mit Vorfreude in ihre Rettungswesten und ließen sich von den älteren Feuerwehr-Mitgliedern die richtige Haltung und Handhabung des Ruders und der Schubstange zeigen. Sabine Prem und Karl Piskur (beide FF Platt) zeigten vor, wie es geht, bevor die Feuerwehrjugend selbst in die Zillen stieg. Anschließend durften sie – immer in Begleitung eines erfahrenen Feuerwehrmitglieds – mit den Feuerwehrzillen die Thaya befahren.

Brandmeister Wolfgang Poisinger (FF Großstelzendorf) ist selbst begeisterter Zillenfahrer und wollte es sich nicht nehmen lassen, mit der Jugend gemeinsam auf der Thaya zu rudern. Die Jugendlichen genossen den Nachmittag sichtlich. Daran konnte auch ein heftiger Regenguss nichts ändern, der sich zum Ende der Übung einstellte. Roman Holzschuh wurde bejubelt, als er mit der letzten Zille bei strömendem Regen die Anlegestelle erreichte.

Besonderer Dank galt Günther Baumgartner, der sich mit selbst hergestellten Rudern einstellte.

Hintergrund: 

  • Feuerwehrzillen sind flache Boote mit etwa sieben Metern Länge. Sie kommen hauptsächlich bei Hochwasser zum Einsatz und sind für sechs Personen zugelassen. Sie können entweder mit Rudern oder mit Schubstangen bedient werden. Außerhalb von Corona finden jährlich Wettbewerbe statt, bei denen Feuerwehrmitglieder ihr Können unter Beweis stellen.