Hollabrunner PBZ: Berger-Abschied bahnt sich an. Regina Berger ist noch kein Jahr als Direktorin des Hollabrunner Pflegezentrums engagiert, schon ereilt sie der Ruf des Landes, im Nachbarbezirk zu Hilfe zu eilen.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 14. August 2019 (04:43)
Christoph Reiterer
Symbolbild

Seit Oktober 2018 ist Regina Berger die Direktorin des Pflege- und Betreuungszentrums (PBZ) in Hollabrunn. Sie ersetzte damals den interimistischen Leiter des Hauses, Karl Reiser, der im Hearing das Nachsehen hatte und enttäuscht von dannen zog. Doch wie es aussieht, steht nun auch schon wieder die Ära Berger in Hollabrunn vor dem Ende.

Die Immendorferin wurde von ihrem Arbeitgeber, dem Land NÖ, gebeten, mit Oktober 2019 die interimistische Leitung des PBZ Tulln zu übernehmen. Dort legt die aktuelle Direktorin, Shajen Prohaska, ihren Posten zurück, um sich beruflich neu zu orientieren.

NÖN
Regina Berger wird ab 1.10. die PBZs inHollabrunn und Tulln leiten.

Von Hollabrunn würde sie sich nur schweren Herzens trennen, sagt Regina Berger; nicht nur, weil sie hier in ihrem Heimatbezirk arbeitet. „Ich habe hier ein Spitzenteam. Die wissen einfach, was zu tun ist, arbeiten für das Haus und nicht nur, um ihren Dienst zu versehen.“

„Kann dem Auswahlverfahren natürlich nicht vorgreifen“

Tulln sei jedenfalls eine riesige Herausforderung: Vom 104-Betten-Haus in Hollabrunn geht es zu einer Einrichtung mit 284 Betten, Hospiz und Psychiatrie inklusive!

„Wir haben in Tulln durch die Zurücklegung einer Funktion ein Nachbesetzungsthema“, bestätigt NÖ Heime-Chef Otto Huber auf NÖN-Nachfrage ebenso, wie dass man mit Bergers Arbeit in Hollabrunn hochzufrieden sei. Nun sei beabsichtigt, sie in Tulln ab 1. Oktober mit der interimistischen Leitung zu betrauen. Danach wird die Stelle ausgeschrieben, für die sich Berger auch bewerben werde.

Ende des Jahres soll dann die definitive Entscheidung fallen. Geht Regina Berger als Bestgereihte hervor, würde die Stelle in Hollabrunn neu ausgeschrieben werden und es erneut zu einem Direktorenwechsel kommen. „Ich kann dem Auswahlverfahren aber natürlich nicht vorgreifen“, so Huber.

Weiter auf der langen Bank ist übrigens ein PBZ-Neubau in Hollabrunn (beim Landesklinikum), über den schon seit Jahren gesprochen wird. Die zentrale Lage des Hauses ist zwar ideal, doch modernen Anforderungen entspricht es nicht. Ein Projekt dürfte es aber in den nächsten Jahren nicht geben.