Testen statt turnen in der Mittelschule Retz. Turnsaal des Retzer wird vorübergehend zur Teststation umfunktioniert – keine Berührung mit Schülern.

Von Elisabeth Hess. Erstellt am 20. Februar 2021 (03:32)
Direktorin Cornelia Dammelhart hat den Turnsaal der Mittelschule für eine Teststraße zur Verfügung gestellt.
Enzmann

Derzeit kommen in der Mittelschule Retz zweierlei Arten von Tests zur Anwendung: den bekannten, von manchen gefürchteten Schultest und den etwas weniger gefürchteten Covid-19-Antigen-Schnelltest. Da die Retzer Teststation bei der BH-Außenstelle aufgrund der enormen Nachfrage an ihre Grenzen gestoßen ist, wird seit vergangenem Freitag im Turnsaal des Schulcampus der Mittelschule Retz getestet.

Direktorin Cornelia Dammelhart bestätigt der NÖN, dass es keine Berührungspunkte mit den Schülern gibt, da erstens der Turnunterricht momentan nur im Freien stattfindet und zweitens nur dann getestet wird, wenn kein Unterricht abgehalten wird. „Der Standortwechsel hat schnell und reibungslos funktioniert“, lobt Dammelhart.

Seit gut einem Jahr ist sie Direktorin der MS Retz, sie trat Ende 2019 in die Fußstapfen von Ernst Raab. Den Start in das Amt habe sie sich logischerweise anders vorgestellt. Aber: „Wir sind gut durch die Krise gekommen“, sagt die Direktorin zufrieden, „die Lehrer sind super engagiert und von den Eltern haben wir positives Feedback bekommen.“

Negative Ergebnisse bei allen Schülern

Auch die Rückkehr in den Präsenzunterricht beziehungsweise Schichtbetrieb sei gut verlaufen: „Die Kinder sind froh, dass sie wieder da sein können.“ Zudem gibt es eine erfreuliche Nachricht: Bei den sogenannten „Nasenbohrer-Tests“, bei denen sich die Schüler selbst testen können, sind bisher alle negativ. „Es war völlig unproblematisch; die Tests sind sehr einfach zum Handhaben“, meint Dammelhart. Die Zeit im Distance Learning habe die Kinder „unheimlich eigenständig“ gemacht, bemerkt die Direktorin. Es seien keine Schüler verloren gegangen, da es auch das Angebot gab, in der Schule betreut und unterstützt zu werden.

Trotz der derzeitigen Ausnahmesituation wird schon eifrig für die Zukunft geplant. „Wir starten mit der Digitalisierungsoffensive im Herbst 2021“, freut sich Dammelhart. Das bedeutet, dass alle ersten und zweiten Klassen im September 2021 einen Laptop bekommen werden. Außerdem möchte die Mittelschule ihren Schwerpunkt auf „Gesundheit und Soziales“ setzen. Bestehende Wahlpflichtfächer wie „fit und vital“ und „Sport extra“ sollen mit Schulbeginn 2022 in den Schulalltag integriert werden.