Über 500 Unterschriften für Hollabrunner „Pfadi-Areal“. Das ehemalige Pfadfinder-Areal in der Robert Löfflerstraße soll als Grünland erhalten bleiben und nicht in Bauland umgewidmet werden. Um diesem Anliegen Nachdruck zu verleihen, sammelten zwei junge Grüne, Moritz Cermak und Christoph Valdhaus, Unterschriften für einen Initiativantrag.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 27. November 2020 (16:48)
Christoph Valdhaus (l.) und Moritz Cermak übergaben einen Initiativantrag mit über 500 Unterschriften für eine Beibehaltung des ehemaligen Pfadfinder-Areals als Grünfläche an den Hollabrunner Gemeinderat.
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Über 500 sind es trotz erschwerter Umstände aufgrund der Corona-Maßnahmen geworden, die nun der Stadtregierung übergeben wurden. Initiator Cermak freut sich über die rege Beteiligung: „Vielen Dank an alle, die unser Anliegen unterstützt haben. Ich bin überzeugt davon, dass der Erhalt der Grünfläche die beste Lösung für Hollabrunn ist. Dafür haben wir gemeinsam ein starkes Zeichen gesetzt.“ 

Was aus der Fläche werden soll, da hat der Hollabrunner bereits Ideen: Das Areal könnte etwa gemeinsam mit dem anliegenden Landschaftsteich als Parkanlage erhalten bleiben und aufgewertet werden. Ein Naturlehrpfad, den der angrenzende Kindergarten nutzen könnte, oder ein öffentlicher Spielplatz seien weitere Möglichkeiten.

Anrainer wollen Grünfläche erhalten

Cermak weiß: „Ein großer Anteil der Anrainer hat für die Beibehaltung als Grünfläche unterschrieben.“ Aber auch aus dem restlichen Stadtgebiet, sogar aus den umliegenden Katastralgemeinden, sei Unterstützung gekommen. „Der Erhalt von Grünflächen ist den Hollabrunnern wichtig“, schließt Cermaks Mitstreiter Valdhaus daraus. Kaum jemand habe gesagt, dass er eine Bebauung der Fläche begrüßen würde.

"Wohnungsnaher Grünraum ist ein knappes Gut"

„In unserer Stadt wird so viel zubetoniert, da müssen wir auf unsere bestehenden Grünareale achten“, sagt Cermak. Denn wenn Grünflächen einmal verschwunden sind, kehren sie so schnell nicht wieder. Er hofft daher, dass auch der Hollabrunner Gemeinderat einlenken wird. Und: „Wohnungsnaher Grünraum ist ein knappes Gut. Ich wünsche mir, dass das klar zu erkennende Bedürfnis, das die Bevölkerung danach hat, von der Gemeindepolitik gesehen und auch berücksichtigt wird.“ Die Anzahl an Unterschriften sollte ein Umdenken in Bezug auf die Widmung des Grundstücks zur Folge haben, meint Cermak.

Der Initiativantrag mit den über 500 Unterschriften, wonach das Gebiet künftig als Grünland gewidmet sein soll, wurde am 26. November der Stadtgemeinde übergeben; aufgrund der Corona-Situation geschah dies kontaktlos über den Gemeinde-Briefkasten. Die beiden Initiatoren hoffen, dass der Antrag bereits in der nächsten Sitzung Mitte Dezember behandelt werden kann.

Vonseiten der Bürgermeister-ÖVP war zuletzt appelliert worden, Augenmaß walten zu lassen. Trotz Bauland-Umwidmung würde im Bereich des "Pfadi-Areals" ausreichend Naherholungsraum erhalten bleiben.