Ex-SPÖ-Mann Zahlbrecht „will mitarbeiten“ bei FPÖ. Adolf Zahlbrecht war erst roter, dann unabhängiger Gemeinderat. Letzteres bleibt er, kandidiert aber bei der FPÖ.

Von Sandra Frank. Erstellt am 11. Dezember 2019 (05:08)
Unabhängiger auf der FPÖ-Liste: Adolf Zahlbrecht.
privat

„Ich werde als unabhängiger Mandatar auf der Liste der FPÖ kandidieren“, verrät der ehemalige Sozialdemokrat Adolf Zahlbrecht im NÖN-Gespräch am Montag.

Ende Oktober 2016 kehrte der Kalladorfer der SPÖ den Rücken zu, weil er mit der Wullersdorfer Parteiführung nicht mehr einverstanden war. Seitdem sitzt er als Unabhängiger im Gemeinderat. Gleich neben den Mandataren der Freiheitlichen.

„Dass ich mit Naz gut kann, ist kein Geheimnis“, spricht er den FPÖ-Spitzenkandidaten Ignaz Schnötzinger an. Hinter diesem ist Zahlbrecht als Nummer zwei auf der FPÖ-Liste gereiht. „Ich hoffe, dass ich noch a Runde mitrenn‘“, will der 61-Jährige wieder in den Gemeinderat einziehen. Hier rechne er sich durch seine Platzierung gute Chancen aus, denn derzeit hält die FPÖ dort zwei Sitze. Einen davon besetzt derzeit Zahlbrechts Bruder Manfred.

Er habe immer gesagt, dass er wieder kandidieren werde, er überlegte sogar, eine eigene Liste zu gründen, sagt Zahlbrecht. Zurück zu den Roten wollte er nämlich nicht. Doch im Frühsommer bekam er einen Anruf, mit dem Angebot, sich den Blauen anzuschließen. „Ich hatte genug Zeit, mir das gut zu überlegen“, sagt Zahlbrecht, dem seinen Unabhängigkeit sehr wichtig sei.

„Ich bin einer, der mitarbeiten und zusammenarbeiten will, damit in unserer Gemeinde etwas weitergeht. Man kann nicht immer nur kritisieren“, erzählt der 61-Jährige von seiner Motivation.