Nachhaltiges im Brandlhof in Radlbrunn. Volkskultur NÖ stellt heuriges Programm vor. Thema: „Textiles“.

Von Barbara Witzany. Erstellt am 01. Mai 2021 (03:34)
Edgar Niemeczek (2.v.l.) von der Volkskultur NÖ wird am 21. Oktober im Rahmen einer ARTS-Lesung als Vortragender zu hören sein.
Witzany/Archiv, Witzany/Archiv

„Erstmals versuchen wir eine Trachtentauschbörse mitten im Sommer“, berichtet Dorli Draxler von der Volkskultur NÖ, als sie die Brandlhof-Termine für dieses Jahr präsentiert. Die erste Veranstaltung soll am 29. Mai über die Bühne gehen.

Neue Formate

„Tauschen, Kaufen, Schenken – alles ist möglich. Mit neuen Formaten wie den Repair-Cafés soll dem Wegwerfen entgegengewirkt werden. Denn der viel zitierten Nachhaltigkeit müssen Beispiele folgen“, unterstreicht Draxler. Eigentlich sollte der Startschuss am 9. Mai erfolgen, doch aufgrund der Corona-Situation musste man noch einmal verschieben und hofft, dass der 29. Mai hält. An diesem Tag wird mit einem neuen Angebot in die Saison gestartet.

„Hilfe zur Selbsthilfe“ im textilen Bereich gibt es im Repair-Café, das Gelegenheit bietet, das Leben seines Lieblingskleidungsstücks zu verlängern. Unter der Anleitung erfahrener Schneiderinnen behebt man den Schaden selbst oder passt das Kleidungsstück der aktuellen Figur an, erweitert nebenbei seine Reparaturkenntnisse und leistet seinen Beitrag zur Ressourcenschonung.

Ebenfalls neu ist die Trachtentauschbörse am 25. Juli. Ein Dirndl kann von Generation zu Generation weitergegeben werden, es wird vielleicht das eine oder andere Detail verändert und schon hat die Trachtenliebhaberin ein individuelles Stück. Wer sich auf die Suche nach einem Unikat oder passenden Accessoires zu seinem Erbstück begibt, wird im Brandlhof fündig. Wer am Dachboden Dirndl und Co. aufhebt, weil es nicht weggeworfen werden soll, aber keine Verwendung hat, ist an diesem Tag in Radlbrunn richtig.

Was haben Flachs und Hanf mit textilem Handwerk zu tun? Wie kommt die Farbe in die Wolle? Wie wird aus einem Vlies ein Faden? Und was macht der Seiler genau? All diese Fragen wird der Handwerksmarkt am 3. Oktober beantworten. Spinnen und Weben, Filzen und Walken, Färben und Modeldruck, die Verarbeitung zu hochwertigen Kleidungsstücken ebenso wie zum bequemen Fauteuil sind Thema dieser Herbst-Veranstaltung.

Ende August geht es um den Gerstensaft

Freunde des Gerstensaftes kommen am 29. August auf ihre Kosten. An diesem Tag geht es um das Handwerk des Bierbrauens. In Niederösterreich gibt es 76 Brauereien (Stand September 2020), die Bier gewerblich produzieren. Neben den gängigen Sorten werden in Kleinbetrieben und Gasthausbrauereien verschiedenste Spezialitäten hergestellt, die für Bierliebhaber interessant sind. Für diese lohnt sich auch ein Blick über die Grenze zu unseren tschechischen Nachbarn.

Beim „Brauer-Markt“ können nicht nur verschiedensten Biersorten aus Niederösterreich und Tschechien verkostet werden: Von den erfahrenen Bierbrauern ist auch Wissenswertes zum Handwerk zu erfahren. Unter dem Motto „A Gulasch und a Bier“ wird für die entsprechende Unterlage gesorgt.

„Jedermann“ vorerst für Juli angesetzt

„Mit dabei sind unsere Kooperationspartner im Ort sowie die ARTSchmidatal, die Bühne Weinviertel und die weingüter.weinviertel“, ist Draxler dankbar.

Gemäß dem Motto „Unter freiem Himmel“ hofft man auf Schönwetter bei den Veranstaltungen, wie zum Beispiel den Lesungen der ARTSchmidatal oder den Aufführungen der Bühne Weinviertel. Die Termine für den „Jedermann“ sind zwar für den Juli geplant worden, sollte allerdings aufgrund der Corona-Situation eine Verschiebung erforderlich sein, wird in der NÖN rechtzeitig darüber informiert.

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