Erstellt am 07. August 2014, 12:01

Romantik durch & durch. Theater / Verschiedene theatralische Produktionen aus dem Bereich Musical, Operette und Schauspiel machen einen Besuch in Untermarkersdorf zu einem eindrucksvollen Erlebnis.

 |  NOEN, Seufert, Höberth

Das private Romantik-Theater der Kreativ Gesellschaft ist auf dem Gelände einer ehemaligen Ziegelei aus dem 19. Jahrhundert entstanden. Ein außergewöhnliches Ambiente bietet den Besuchern eine Zeitreise in eine fantastische Theaterwelt und lässt die Zuschauer vom ersten Augenblick des Eintretens in eine Zauberwelt versinken, die in einem wunderschönen Theaterabend gipfelt.

Verschiedene theatralische Produktionen aus dem Bereich Musical, Operette und Schauspiel machen einen Besuch im Romantiktheater zu einem eindrucksvollen Erlebnis.

Wie zum Beweis kann das Panflötenkonzert der Musikerin Andrea Chira angeführt werden.

Melancholische Träume und ein „Weites Land“ 

Die aus Rumänien stammende 23-jährige Panflötistin, die sich als Virtuosin auf ihrem Instrument erwies, ließ durch ihre Darbietungen erkennen, dass der Gedanke an eine Weltkarriere keine Utopie ist. Andreea Chira lebt die Musik mit Leib und Seele, ob sie dabei in einen „Melancholic Dream“ fällt, oder ein „Weites Land“ vor Augen hat. Der „Irish Dance“ sprühte vor Lebensfreude und „Die Hymne an die Sonne“ führte zu einem Ausflug an den Strand.

Doch nicht allein diese Melodien, die Roland Baumgartner für sie schuf, begeisterten das Publikum, auch mit der „Serenade“ von Franz Schubert, „Summertime“ von George Gershwin und einer Melodie aus der Operette „Flatterhafte Herzen“ spielte sich die Künstlerin in die Herzen der Zuhörer.

Doch auch mit Überraschungen wartete der Abend auf. So hatte sich die Tänzerin Clara Baumgartner für die Titelmusik zur neuen CD „Traumflüge“ und auch für den Ausflug zum „Karneval in Venedig“ eine untermalende Choreografie zurechtgelegt, während Marina Bee ebenso überzeugend gemeinsam mit Chira das irische Volkslied „The Rose“ darbot.

Doch manchmal machen ganz alltägliche Probleme auch nicht vor einem Romantiktheater halt.

Kleine Variationen erhalten die Spannung

Obwohl alle Rollen der Operette „Flatterhafte Herzen“ doppelt, teilweise sogar dreifach besetzt sind, gab es vor Kurzem das Problem, dass alle drei Darstellerinnen der Wahrsagerin nicht zur Verfügung standen.

Doch eine Absage wurde nicht in Erwägung gezogen, schließlich hatte Isabella Kuess, die Darstellerin der Lady Lyron in dieser Vorstellung, bereits wahre Triumphe als Wahrsagerin gefeiert. Also übernahm sie auch diese Rolle. Wohl waren kurzfristig kleine Änderungen der Handlung nötig, doch das tat dem Erfolg keinen Abbruch.
 


ZUR PERSON

Vielschreiber & Neo-Intendant

Der 1955 in St. Pölten geborene Komponist und Dirigent ist auch Intendant des Romantiktheaters. Baumgartner studierte am Konservatorium Wien Komposition, Klavier und Trompete. Er war mit 21 Jahren der jüngste Musikschuldirektor in Salzburg. In dieser Zeit komponierte er das Ballett „Bergsegen“, das vom Royal Ballet London uraufgeführt wurde. 1979 ging er nach Amerika und studierte bei Leonard Bernstein.

Er dirigierte die Tschechoslowakische Philharmonie, das NDR Sinfonieorchester, das Philadelphia Philharmonic Orchestra, das Bolschoi-Symphony-Orchestra und war musikalischer Leiter bei ORF und ARD. Er komponierte Verschiedenstes für internationale Filme und TV-Serien.

Sein bisher größtes Orchesterwerk „Missa pacis“ (Weltfriedensmesse) wurde aus Anlass der 200-Jahr-Feier der amerikanischen Verfassung uraufgeführt. Im September 1995 wurde die Friedenssinfonie bei der Linzer Klangwolke in Zusammenarbeit mit dem Brucknerhaus und dem ORF überarbeitet und visuell inszeniert. 1996 wurde ebenfalls in Linz die Natursinfonie „Symphonia Globalis“ im Donaupark aufgeführt. Die Sinfonie ist dem Greenpeace-Gründer David McTaggart gewidmet, der bei der Uraufführung zugegen war. Seitdem folgten unzählige Bühnenwerke.