Wasserrechnungs-Streit geht weiter. Gericht bestätigte Rechnung über 25.000 Euro. Die Betroffenen wollen berufen.

Von Sandra Donnerbauer. Erstellt am 09. Oktober 2019 (02:45)
Symbolbild

Bereits im Frühling beschäftigte sich der ORF-Bürgeranwalt mit dem Fall eines älteren Ehepaars, dem nach einem Wasserrohrbruch eine Wasserrechnung über 25.000 Euro ins Haus flatterte (die NÖN berichtete). Schon damals erklärte sich die Stadtgemeinde Retz bereit, 5.000 Euro nachzulassen. Das war dem Paar zu wenig, es wollte gar nichts bezahlen und erhob Beschwerde vor dem Landesverwaltungsgericht.

Dieses wies die Beschwerde jedoch als unbegründet ab und bestätigte damit die Rechtsansicht der Stadtgemeinde. „Es wurde festgestellt, dass uns keine Schuld trifft“, weist Bürgermeister Helmut Koch erneut darauf hin, dass es sehr kulant von der Stadt Retz sei, überhaupt 5.000 Euro anzubieten. Das Wasser wurde verbraucht und er sehe nicht ein, warum man gar nichts bezahlen sollte. Immerhin koste es auch der Gemeinde und damit allen Bürgern Geld.

In der ORF-Sendung ließen die Betroffenen jedoch über ihren Rechtsvertreter ausrichten, dass „das Angebot sowohl vom Betrag als auch von der rechtlichen Begründung her abzulehnen sei“. Man will ein Rechtsmittel ergreifen.

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