Retzbacher Eisenbahnmuseum erfolgreich wiederbelebt

Erstellt am 22. September 2022 | 05:14
Lesezeit: 2 Min
Eisenbahner luden zur Zeitreise und bewahren Gebäude vor dem Vorfall.
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Das Museum im alten Bahnhofsgebäude in Unterretzbach war wegen seiner abgeschiedenen Lage eher als Geheimtipp für Interessierte gehandelt. Doch vor einem Jahr begannen die Vereinsmitglieder Alfred Schmid und Robert Auer, das sehenswerte Museum zu renovieren und öffentlichkeitswirksam zu präsentieren, wie Gewerkschaftssprecher Ernst Zeman zum 35-Jahre-Fest berichtete.

Das Jubiläumsfest „35 Jahre Museum Unterretzbach“ organisierten die engagierten Vereinsmitglieder. „Der Standort des ehemaligen Bahnhofsgebäudes befindet sich auf Retzer Gemeindegrund. Aus dem Grund begrüße ich heute den Retzer Bürgermeister Stefan Lang und den Retzbacher Vizebürgermeister Alois Binder“, schmunzelte Zeman.

Zwei besondere Attraktionen begeisterten die Kinder und Erwachsenen gleichsam: die Drehleiter der Feuerwehr Retz und die Fahrraddraisine mit Waffenrad-Tandem. Die Traktorfreunde aus Kleinhöflein präsentierten eine Oldtimer-Schau. Am Ladegleis stand eine Lokomotive, wo Führungen erfolgten. Im Bahnhofsgebäude stellten Schüler der Volksschule Retz ihre Zeichnungen zum Thema „150 Jahre Nordwestbahn“ aus.

„Das kleine, aber feine Museum verdankt seine Entstehung im Jahre 1987 einer Initiative der Ortsgruppe Retz der Eisenbahnergewerkschaft, die damit dem denkmalgeschützten Gebäude eine neue Bestimmung gab und es vor dem Verfall bewahrte“, erzählt Alfred Schmid bei einem Rundgang. Er freute sich, dass trotz des Kälteeinbruchs so viele Besucher zum Jubiläumsfest kamen.

Der Biohof Riemel versorgte alle mit Grillwürstel, Kaffee und Kuchen; darunter auch den Landtagsabgeordneten Georg Ecker, der die „sehenswerte Sammlung, die Alfred Schmid und sein engagiertes Team hier mit viel Leidenschaft zusammengetragen haben und für die Nachwelt erhalten“ beeindruckend fand.

Dokumentiert wird unter anderem die Geschichte der Nordwestbahn. „Diese zeigt deutlich, wie wichtig die Eisenbahn immer für unsere Region war und weiter ist“, nahm Ecker das Fest zum Anlass, auf den dringend nötigen Ausbau des Eisenbahnnetzes zu verweisen: „Mit der abschnittsweisen zweigleisigen Erweiterung der Strecke wird das nächste Kapitel in der Geschichte beginnen.“

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