Stadl im Ort „explodiert“. Bürgermeister-Familie ist betroffen. Ein Kugelblitz könnte Ursache sein.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 09. August 2017 (04:55)
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Nur die Feuermauern hielten stand.

„Der Stadl von meinem Großvater ist regelrecht explodiert“, schildert Manfred Marihart, Bürgermeister der Stadtgemeinde Pulkau. Die Unwetterfront, die am Freitagabend über das Retzer Land zog, hinterließ ihre Spuren. Vermutet wird, dass ein Kugelblitz das Gebäude dem Erdboden gleichgemacht hat.

Die Seitenwände fielen in sich zusammen, nur die Feuermauer blieb stehen (siehe Bild oben). Die dort abgestellten landwirtschaftlichen Geräte wurden unter dem Schutt begraben. Die Versicherung wird den Schaden begutachten.

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Die landwirtschaftlichen Geräte wurden nach dem Einsturz der Dachdecke und der Seitenwände beschädigt.

Verletzt wurde niemand – zum Glück. „Unser Opa geht normalerweise hinaus nachschauen“, erzählt Marihart. „Zwei Hühner hat’s erwischt.“ Die böige Wetterlage habe lediglich zehn Minuten gedauert. „Ich hätte nicht geglaubt, dass der Stadl zusammenfällt“, wurde dieser erst 1961 gemauert. „Da sieht man, welche Energie die Natur in sich hat.“ Tragisch sehe man den Vorfall nicht.

Die Feuerwehr musste nicht gerufen werden, die Pulkauer Kameraden hatten bei fünf kleineren Einsätzen innerhalb von 24 Stunden dennoch zu tun. Sie räumten vor allem Bäume aus dem Weg. Die FF Unternalb pumpte Kanalwasser aus einem Hof und die Wehr in Groß-Reipersdorf entfernte eine umgeknickte Birke im Ortsgebiet. Kleinere Einsätze hatten zudem die Wehren in Kleinhöflein und Schrattenthal.