Das Bangen um offene Quartiere im Bezirk Hollabrunn. Reisebüros raten, bei der Urlaubsbuchung derzeit vorsichtig zu sein und kostenloses Rücktrittsrecht zu vereinbaren.

Von Belinda Krottendorfer. Erstellt am 25. November 2020 (04:04)
Ulrike Wollner kann gegen Fernweh derzeit nur Topfpalmen und das Blättern in Reisekatalogen empfehlen. Krottendorfer
Belinda

Doris Gruber-Schneider von Schneider-Reisen kann derzeit keine zuverlässige Hoffnung auf einen Winter-Urlaub geben. „Momentan geht gar nichts“, sagt sie und hofft, dass Hotels ab Dezember wieder geöffnet haben dürfen. „Aber wenn die Coronazahlen nicht runtergehen, wird der Lockdown wahrscheinlich länger dauern“, befürchtet die Reise-Expertin.

Die Filiale Hollabrunn ist ab 7.12. jeweils Dienstag nachmittags, Freitag vormittags und Samstag vormittags im Dezember geöffnet. Das Reisebüro und das zugehörige Blumengeschäft in Pulkau sind ab 7.12. immer vormittags geöffnet. Natürlich sind auch telefonische Anfragen möglich. Einen Tipp kann Gruber-Schneider allen Fernweh-Geplagten schon jetzt geben: „Falls man buchen möchte, sollte man sich auf jeden Fall eine schriftliche Bestätigung geben lassen, bis wann man kostenlos stornieren kann.“

Schwierig Empfehlungen zu geben

Die Hotels würden sich derzeit über jede Buchung freuen, Gruber-Schneider arbeitet auch gerne Busangebote aus. Der Reiseveranstalter TUI gewährt momentan bis 14 Tage vor Reiseantritt kostenloses Storno.

Ulrike Wollner von Columbus Reisen in Hollabrunn fällt es derzeit ebenfalls schwer, Empfehlungen für bestimmte Reisedestinationen zu geben. Denn Reisebeschränkungen ändern sich seit Monaten von einem Tag auf den anderen. Was am Montag gilt, kann am Dienstag schon wieder Geschichte sein.

Reisepartner von Columbus haben Lehren aus der Pandemie gezogen und umfangreiche Sicherheits- und Flexibilitätspakete geschnürt, um allen Kunden größtmögliche Planungssicherheit für den Urlaub bieten zu können. Oft wird ein kostenloses Rücktrittsrecht bis 14 Tage vor der Anreise angeboten. „Mit solchen Paketen können wir größtmögliche Sicherheit verschaffen und gleichzeitig die heißersehnte Perspektive auf den nächsten wohlverdienten Urlaub geben“, erklärt Wollner.

marketagent; Foto: gorillaimages/Shutterstock.com; NÖN-Grafik: Bischof

Hollabrunns Bürgermeister Alfred Babinsky hat auf die Corona-Situation jedenfalls längst reagiert. Die jährliche Reise in die Vereinigten Arabischen Emirate wurde heuer nicht gebucht – ausgerechnet die „Geburtstagsreise“ zu seinem 60er fällt also aus. Er lässt den Winterurlaub jetzt auf sich zukommen. „Ein paar Tage wollen wir schon weg.“

Sein Vizebürgermeister Kornelius Schneider plant, in den Semesterferien in seine Ski-Stammlocation Mühlbach am Hochkönig (Salzburg) zu fahren. „Ich habe bereits im Sommer gebucht und hoffe, dass die Hotels im Februar offen haben dürfen“, sagt der Sportstadtrat, der auch gerne kurzfristig mit Freunden in den Weihnachtsferien nach Bad Hofgastein (Salzburg) fahren würde. Doch auch das steht noch in den Sternen.

Weinviertel-Tourismus-Chef Hannes Weitschacher verbringt die Weihnachtsfeiertage hingegen immer daheim – um das Weinviertel zu entdecken, was sonst? „Das mach’ ich total gern.“

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